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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Richtiger Mann an richtiger Stelle

28.01.2017

Altenoythe Es war ein emotionaler Vormittag. So manche Träne der Rührung wurde vergossen. Und das nicht nur bei dem, der an diesem Tag im Mittelpunkt stand: Michael Bode. Ein Mann, der nie großes Aufheben um seine Person macht, war dann doch mal Hauptperson. Denn wer über 40 Jahre beim Caritas-Verein Altenoythe beschäftigt war, und davon 18 Jahre lang in höchster Führungsverantwortung stand, der musste einfach bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand mit einem großen Festakt rechnen.

„Es hat Freude gemacht“, blickte Michael Bode (65) am Freitagvormittag vor zahlreichen Gästen in der Tagesbildungsstätte auf die Zeit beim Caritas-Verein zurück. Als Praktikant habe er 1973 erstmals Kontakt zum Caritas-Verein gehabt und musste feststellen: „Das Arbeiten für Menschen mit Behinderungen war ungewohnt.“ Da wusste er auch noch nicht, dass gerade diese Arbeit sein ganzes berufliche Leben prägen sollte.

Nur zwei Jahre später begann 1976 seine Karriere als Gruppenleiter in der Heilpädagogischen Bildungsstätte. Nach weiteren Stationen wechselte er 1998 als Geschäftsführer in die Geschäftsleitung und wurde 2002 zum Vorstand des Vereins mit fast 750 Mitarbeitern berufen. „Ich bin stolz auf die Entwicklung des Caritas-Vereins und darauf, selbst Teil dieser Entwicklung gewesen zu sein“, sagte Bode. Er könne das Schiff mit aller Ruhe verlassen.

„Er war ein Leuchtturm des Caritas-Vereins – und wird es auch bleiben“, sagte Edmund Sassen, Vorsitzender des Verwaltungsrates des Caritas-Vereins Altenoythe, bei der Verabschiedung. Bode habe den Verein zur heutigen Größe und Stärke weiterentwickelt. Sassen dankte auch Bodes Frau Bringfriede, die ihn immer unterstützt habe.

Landrat Johann Wimberg dankte Bode dafür, dass er sich vier Jahrzehnte lang mit großem persönlichem Engagement für die Belange der Menschen mit Behinderungen im Landkreis Cloppenburg eingesetzt habe. „Für alles braucht es einen Kopf, der sich Gedanken macht. Sie waren da und haben die Marke des Caritas-Vereins in besonderer Weise geprägt. Sie waren der richtige Mann an der richtigen Stelle“, so der Landrat.

Eine besondere Überraschung hatte Dr. Gerhard Tepe, Direktor des Landes-Caritasverbandes für Oldenburg, im Gepäck. Er überreichte Michael Bode die Goldene Ehrennadel des Niedersächsischen Caritas-Verbandes. Begründung: „Sie haben sich durch viele Aktivitäten, die weit über den Caritas-Verein hinaus gingen, verdient gemacht und Ihr Wissen und Engagement beim Landes-Caritasverband eingebracht“, hob Tepe hervor.

Nach einer Umfrage unter den Mitarbeitern fasste Heike Büter-Block, Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, das Ergebnis humorvoll so zusammen: „Er ist der oberste Chef, der immer eine Lederjacke trägt, sich auch für Botengänge nie zu schade ist und für alle immer eine gute und wichtige Bezugsperson ist.“ Sie dankte im Namen der Mitarbeitervertretung für die konstruktive, wertschätzende und offene Zusammenarbeit. Büter-Block: „Wir werden Dich vermissen.“

Auch die Vertreter der Einrichtungsleitungen lobten ihren scheidenden Chef. „Du hast zum Wohle aller die Richtung vorgegeben. Wir konnten uns immer auf unsere Leitfigur verlassen“, sagte Monika Schonebeck-Pancratz, Leiterin der Früherkennung. Und der Werkstattleiter der Caritas-Werkstatt Cloppenburg, Dieter Varnhorn, ergänzte: „Unter Michael hat sich vieles zum Guten entwickelt. Dabei hatte er immer die Menschen mit Behinderungen im Blick.“ Das konnten die Vertreter des Werkstattrates und der Bewohnervertretung nur bestätigen und sagten „Dank aus ganzem Herzen“.

Die Nachfolge von Michael Bode ist schon seit langer Zeit geregelt. Es gibt eine Doppelspitze. Ab dem 1. Februar übernehmen ganz offiziell Andreas Wieborg als Vorstand Inhalte/Pädagogik/Verfahren und Stefan Sukop als Vorstand Wirtschaft/Finanzen die Amtsgeschäfte des Caritas-Vereins. „Du bist uns allen immer respektvoll, offen und humorvoll begegnet und hast alle unsere Einrichtungen auf ein hohes Qualitätsniveau gehoben. Außerdem habe ich viel von Dir gelernt, wovon ich so einiges mitnehmen konnte“, sagte Wieborg, der selbst schon seit 30 Jahren im Caritas-Verein tätig ist.

„Du hast deutliche Spuren hinterlassen und uns als Nachfolger große Schuhe vor die Tür gestellt“, sagte Sukop. Er wisse aber auch: „Der Kapitän geht von Bord, aber eine schlagkräftige Crew bleibt auf dem Schiff.“

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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