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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Richtkrone weht über neuem Bettenhaus

01.02.2014

Friesoythe Vor fast genau einem Jahr wurde der Grundstein gelegt für das neue Bettenhaus des Marienhospitals in Friesoythe. Danach ging die 7,4 Millionen Euro teure Baumaßnahme nicht so recht voran. Grund war vor allem ein alter Öltank, der sich noch im Erdreich befand und aufwendig und kostspielig entsorgt werden musste. Danach konnte man aber fast täglich Baufortschritte beobachten und so konnte am Freitag Richtfest gefeiert werden.

Krankenhausgeschäftsführer Bernd Wessels freute sich bei der Begrüßung der Gäste über das „beinahe fertige Bettenhaus“. Zu den Gästen zählten unter anderem die Landtagsabgeordneten Renate Geuter (SPD) und Karl-Heinz Bley (CDU), Dechant Michael Borth als Vorsitzender des Kuratoriums und der Gesellschafterversammlung, Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Gisbert Voigt sowie Bürgermeister Johann Wimberg.

In seiner Ansprache ging Wessels zunächst auf die Krankenkassen ein. Diese hätten gegen die Krankenhäuser Stimmung gemacht, indem sie behaupteten, dass in jedem Jahr rund 19 000 Patienten in Deutschland infolge von Behandlungsfehlern zu Tode kommen würden. Allerdings sei das Zahlenwerk, auf das sich diese Studie stütze, veraltet und schlichtweg unseriös. „Das ist eine unverantwortliche Panikmache“, so der Geschäftsführer, „und es geht immer und ausschließlich um Kostendämpfung.“ Gerade die Krankenkassen hätten einen erheblichen Anteil an Personalkürzungen, Leistungsverdichtung und überbordende Bürokratie in Krankenhäusern.

Das Marienhospital unternehme größte Anstrengungen, um die Qualität in allen Bereichen weiter erheblich zu verbessern. Wessels: „Die Patienten können also versichert sein, dass wir alles tun, um eine bestmögliche Versorgung sicherzustellen.“ Man könne nur hoffen, dass die Patienten vor Ort durch diese Verunsicherung nicht davon abgehalten werden würden, eine notwendige Krankenhausbehandlung in Anspruch zu nehmen.

Wessels verwies auch darauf, dass zwei Drittel aller Krankenhäuser in Niedersachsen rote Zahlen schreiben würden – Friesoythe gehört aber nicht dazu. Trotzdem warnte er: „Es drohen mittelfristig ernsthafte Konsequenzen für viele Häuser.“

Für das Marienhospital sieht er aber positiv in die Zukunft: „Die Investitionen in die bauliche Struktur, der persönliche Einsatz eines jeden Mitarbeiters sowie eine herausragende Dienstleistung auf hohem Niveau sichert trotz der schwierigen sozialpolitischen Rahmenbedingungen eine menschliche medizinische und pflegerische Versorgung der Menschen hier in der Region.“

Renate Geuter betonte, dass man sich parteiübergreifend einig sei, dass ein Krankenhaus vor Ort wichtig sei. Dazu gehöre auch eine entsprechende Finanzausstattung, denn „es geht um Menschen, da hat Wirtschaftlichkeit seine Grenzen“. Auch Karl-Heinz Bley hob das Friesoyther Hospital als wichtigen Teil der Infrastruktur für die Stadt und die Region hervor. Mit Blick auf den Neubau sagte er: „Die Patienten sind die Sieger.“ Bürgermeister Johann Wimberg lobte die Mitarbeiter, die dafür sorgen würden, dass das Krankenhaus trotz schwierigen Fahrwassers „blendend dasteht“. Er hoffe, dass das neue Gebäude Jahrzehnte Bestand habe.


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Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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