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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

VORTRAG: Rückenschmerzen kosten Volkswirtschaft 15,3 Mrd. Euro

07.04.2009

CLOPPENBURG Mehr als 40 Personen haben den sechsten Vortrag des Cloppenburger Gesundheitsforums – eine Kooperation zwischen Bildungswerk und St.-Josefs-Hospital – zum Thema „Schmerzen“ besucht. Hauptreferent war einer der renommiertesten Schmerzspezialisten Deutschlands, Professor Dr. Mathias Karst. Unterstützt wurde er von PD Dr. Christian Weilbach, Chefarzt der Anästhesieabteilung, und Dr. Bernd Radlingmayr, Leitender Oberarzt der Anästhesieabteilung. Beide sind im St.-Josefs-Hospital tätig.

„Allein unter starken Rückenschmerzen leiden 15,6 Prozent der Menschen in Deutschland“, sagte Dr. Weilbach. Die volkswirtschaftlichen Belastungen seien erheblich: So würden alleine bei Rückenschmerzen die Kosten für Behandlung, Rehabilitation, Arbeitsausfälle und frühzeitige Verrentung auf mehr als 15,3 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt, die Folgekosten infolge schmerzbedingter Arbeitsausfälle sogar auf 20 Milliarden Euro jährlich.

Demgegenüber werde die Schmerzforschung in Deutschland bisher mit weniger als 0,05 Prozent der genannten volkswirtschaftlichen Folgekosten gefördert, „eine unverständliche Diskrepanz angesichts der genannten gesamtgesellschaftlichen Bedeutung“, meinten die Fachärzte.

Es gebe inzwischen eine nachgewiesene genetische Veranlagung für „stärkeres Schmerzempfinden“ mit der größeren Gefahr der Chronifizierung, so Dr. Karst. Unter Chronifizierung verstehe man den Übergang vom vorübergehenden zum dauerhaften Schmerzempfinden.

Diese Chronifizierung geschehe über die Ausbildung eines Schmerzgedächtnisses. Frühe Erlebnisse und die persönliche Entwicklung könnten für chronische Schmerzen anfällig machen. Aber es gäbe auch therapeutische Möglichkeiten, das Schmerzgedächtnis zu beeinflussen. Medikamente könnten akut eine gute Hilfe sein, über Jahre und Jahrzehnte hinweg seien aber andere Methoden, z.B. Therapien hilfreicher.

Einen Akutschmerzdienst gäbe es zwar am St. Josefs-Hospital Cloppenburg und am St. Antonius-Stift Emstek, aber nur in etwa 20 Prozent aller operativen Einrichtungen in Deutschland.

Der nächste Vortrag am Donnerstag, 26. April, behandelt das Thema „Die Schilddrüse und ihre Erkrankungen“. Anmeldungen unter 0 44 71/ 9 10 80.

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