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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

„Schätze“ warten im Untergrund

19.09.2012

Cloppenburg So einige „Altlasten“ müssen wohl noch aus dem Boden der Osterstraße geholt werden, bevor die Straße ab Anfang kommenden Jahres ausgebaut werden kann. Probebohrungen sollen zunächst Klarheit bringen, wie es im Untergrund aussieht. Dafür hat der Verwaltungsausschuss nun grünes Licht gegeben. Früher stand etwa in der Mitte der Straße die Tankstelle Jüchter, auch von einer zweiten Tankstelle im Bereich des Restaurants Balkan-Grill ist die Rede.

Insgesamt sollte sich der Untergrund aber in einem relativ guten Zustand befinden, glaubt Hergen Hiltermann vom Fachbereich Hoch- und Tiefbau der Stadt. Denn die Osterstraße sei früher einmal als ehemalige Bundesstraße ausgebaut worden.

Die Bauarbeiter könnten auch auf die Relikte eines der insgesamt drei ehemaligen Stadttore als Befestigungsanlage für die 1297 erstmals erwähnte Cloppenburg ab Anfang kommenden Jahres stoßen. Zwei davon sollen sich nämlich im betroffenen Gebiet befinden. Das Bether Tor soll etwa in Höhe der Einfahrt zur Hagenstraße gestanden haben. Das Friesoyther Tor wird etwa in der Einfahrt zum Hofkamp vermutet – die Bauarbeiten auf der rund 400 Meter langen Strecke werden genau bis vor die Einfahrt führen. Gemeinsam mit dem Krapendorfer Tor, dass sich in der Mühlenstraße befinden soll, sicherten die Anlagen im Mittelalter den Eingang in die Stadt ab.

Spannend für Archäologen dürfte es auch im Bereich Burgstraße/Osterstraße werden. Dort nämlich lag der Eingang zur Burg mit einem Wächterhaus, dort befand sich auch der Marktplatz. Zudem stand dort eine Kapelle.

Um den Zuschuss aus den Entflechtungsmitteln für den Straßenausbau – immerhin 420 000 Euro – zu erhalten, muss nun zügig losgelegt werden. Die Anwohner müssen sich mit 345 000 Euro beteiligen, der Eigenanteil der Stadt beläuft sich auf knapp 506 000 Euro für die reinen Baukosten.

  Die Architektenleistungen für den Neubau der multifunktionalen Mensa an der Wallschule hat der Verwaltungsausschuss nun ebenfalls vergeben. Dieses Jahr noch soll mit dem An- und Umbau der Maßnahme für insgesamt rund 430 000 Euro begonnen werden.

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