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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Schippe drauf bei Baukrediten

10.08.2016

Garrel Nachhaltiges Wirtschaften, nicht Gewinnmaximierung um jeden Preis – dieser Geschäftspolitik sieht sich die Raiffeisenbank Garrel verpflichtet. „Langfristige Stabilität und Berechenbarkeit sind wichtiger als das Streben nach maximaler Rendite“, verriet Vorstandsmitglied Ludger Ostermann am Montagabend auf der Generalversammlung der Raiffeisenbank in der Gaststätte „Zum Schäfer“ den Erfolg des Geldhauses.

Der lässt sich durch Zahlen belegen. Die Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr 2015 um elf Millionen Euro (3,9 Prozent) auf 299 Millionen Euro. Zum 30. Juni 2016 betrug die Bilanzsumme sogar 320 Millionen Euro – geschuldet der hohen Nachfrage nach Krediten sowie gestiegener Kundeneinlagen. Alleine die Kundenkredite stiegen 2015 um rund 13,1 Millionen Euro auf 269 Millionen Euro – circa 90 Prozent der Bilanzsumme, machte Osterloh deutlich – außergewöhnlich hoch. Ende 2014 waren es 255 Millionen Euro. Stark nachgefragt wurde Bau-Finanzierung. Aktuell gebe es bei einer 30-jährigen Laufzeit einen Zinssatz von 2,2 Prozent. „Bauherren kann ich nur empfehlen, für 30 Jahre festzuschreiben“, sagte Ostermann.

57 Millionen Euro Wertschöpfung

Rainer Herbers, Vorstand der Raiffeisenbank Garrel, bezeichnete den in der Entwicklung befindlichen Bürgerwindpark Garrel als „kleines Konjunkturprogramm“ für die Gemeinde, betrage die Wertschöpfung in den kommenden 20 Jahren doch rund 57 Millionen Euro nach derzeitigen Berechnungen. In Höhe von 14 Millionen Euro können sich Bürger beteiligen. Die drei Windräder im Bereich Rote Erde liefen hervorragend: 2015 wurden 26 Millionen Kilowattstunden erzeugt, mit 23 Millionen war gerechnet worden.

Eine Steigerung bei den Kundeneinlagen von 134,5 auf 147,1 Millionen Euro teilte Ostermann mit. Durch die Ausweitung des Kreditvolumens konnte auch der Zinsüberschuss erhöht werden, wenngleich sich das niedrige Zinsniveau negativ auf den Überschuss auswirkte. Der Provisionsüberschuss stieg auf 1,8 Millionen Euro. Aus dem Gewinn in Höhe von rund 444 400 Euro wird eine Dividende von sieben Prozent (205 000 Euro) an die Mitglieder – insgesamt rund 4780 – ausgeschüttet. Der Restbetrag fließt in Rücklagen.

Der Bankvorstand fand zunächst einige kritische Worte: Die Bankenaufsicht sollte sich auf die Banken konzentrieren, die ein Problem für die Volkswirtschaft darstellten. Auch die lose Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) fand wenig Anklang. Strafzinsen der EZB brächten nicht die erhofften Investitionen, sondern sorgten dafür, dass Zinsen weiter zurückgingen. „Für die nächsten fünf Jahre“ habe die Raiffeisenbank Garrel keine Berechnungen von Negativzinsen eingeplant, versprach Ostermann.

Zu Beginn der Versammlung hatte bereits Axel Schwengels, Vorstand beim Genossenschaftsverband Weser-Ems, Kritik an der Niedrigzins-Politik sowie neuen regulatorischen Vorgaben für die Banken geäußert und einen Kurswechsel gefordert. Unnötige Belastungen durch regulatorische Vorschriften machten regional tätigen Banken schwer zu schaffen. Eine klare Absage erteilte Schwengels der Vergemeinschaftung der Einlagensicherung in der Europäischen Union.

Ostermann berichtete auch über die Tätigkeit der Raiffeisenbank-Stiftung, die im vergangenen Jahr 26 000 Euro für soziale Projekte ausgegeben hatte, seit Gründung mehr als 390 000 Euro.

Bei den Wahlen wurde August Behrens einstimmig für drei weitere Jahre in den Aufsichtsrat gewählt.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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