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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Interview: „Schlechter Ruf des Hospitals oberflächlich“

12.01.2013
Frage: Herr Klaushenke, Sie veranstalten einen gemeinsamen Ärzte- und Apothekerkongress . Bislang tagten beide Berufsgruppen getrennt. Wozu also nun die Verbindung?
Klaushenke: Beide Berufsgruppen sind verantwortlich für eine gute Betreuung unserer Patienten: Frei nach dem Motto: „Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“. Für die Schilddrüse gilt das ganz besonders.
Frage: Nach mehr als 19-jähriger Tätigkeit als ärztlicher Direktor im Pius-Hospital Oldenburg sind Sie seit jetzt mehr als fünf Jahren in Cloppenburg – in selbstständiger Praxis – am Krankenhaus niedergelassen. Warum sind Sie als gebürtiger Emsteker zurück in die Heimat gegangen?
Klaushenke: Der schlechte Ruf des Krankenhauses ist nur oberflächlich. Mittels guter Kooperation mit niedergelassenen Ärzten kann vieles verbessert werden. Ich glaube, dass Leistungsträger wie der hiesige Chirurg Dr. Hans-Günther Hempen und andere Ärzte hervorragende Arbeit machen. Leider wird nur immer das schwarze Schaf gesehen. Ich möchte das St.-Josefs-Hospital in seinen positiven Möglichkeiten unterstützen. Wir brauchen ein gutes und starkes Krankenhaus vor Ort. Das medizinische Oberzentrum Oldenburg kann nicht alles für die Versorgung gewährleisten. Hier ist die Zukunft der KKOM in sinnvoller Kooperation auch mit den niedergelassenen Kollegen in der Region zu sehen.
Frage: Welchen Stellenwert hat ihre Praxis?
Klaushenke: Meine Praxis hat jährlich über 10 000 Schilddrüsenpatienten aus einem sehr großen Einzugsbereich, zum Teil sogar aus Übersee.
Frage: Gibt es Einschränkungen in Ihrer eigenen Praxis im Vergleich zum Pius-Hospital?
Klaushenke: Keineswegs. Wir bieten das komplette Spektrum, arbeiten dabei in enger Kooperation mit überregionalen Zentren. Ganz entscheidend und wichtig für eine optimale Versorgung des Patienten ist die hervorragende Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kollegen.
Frage: Sie sprechen von einem Jubiläumskongress, weil Marie Curie und Antoine Henri Becquerel vor 110 Jahren den Physik-Nobelpreis für ihre Grundlagenforschung der Isotopenmedizin erhalten haben. Aber Sie haben auch einen zweiten Jahrestag im Blick  . . .
Klaushenke: . . . Ja. 1865 wurde das St. Josefs-Hospital als Stiftung gegründet. Ich weiß um die aktuellen Negativschlagzeilen: Das Ringen um den Fortbestand der KKOM. Im Gründungsauftrag heißt es: „Verpflegung und Heilung von Kranken!“: also doch eigentlich die Kernaufgabe, wie sie auch heute noch von engagierten Ärzten und Pflegekräften im Hause praktiziert wird.
Frage: Worum geht es bei dem Kongress?
Klaushenke: Es geht um die Vermittlung des aktuellen Wissenstandes, wie üblich auf allen Fortbildungen, hier aber vor allem um die interdisziplinäre Bewertung von aktuellen und bewährten Erkenntnissen. Die Nuklearmedizin ist dabei als Isotopenmedizin für die Diagnostik und Therapie von gut- und bösartigen Erkrankungen gemeinsam gefordert, mit der Schilddrüsenchirurgie für den Patienten eine optimale Versorgung zu erreichen.
Frage: Wie ist die Strahlenbelastung bei nuklearmedizinischen Untersuchungen?
Klaushenke: Bei täglicher Anwendung von Isotopen besteht ein großes Interesse, die Strahlenbelastung gering zu halten. Der Gesetzgeber verlangt vom Nuklearmediziner eine so genannte rechtfertigende Indikation. Das heißt, erst wenn mit diesen Untersuchungen Krankheiten nachgewiesen und dadurch auch behandelt werden können, rechtfertigt sich eine derartige Untersuchung.
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