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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Schmiedegilde feiert nach altem Brauch

03.12.2014

Friesoythe Einmal ohne Feuer gestaltete sich am Montagabend der Schmiedegildetag in der Eisenstadt Friesoythe. Dafür ging es aber sprichwörtlich „messerscharf“ zu. Industriemechaniker Jannis Scholz aus Bad Zwischenahn referierte vor zahlreichen Gästen beim Empfang im Restaurant Eisenhof über „Das Schmieden von Klingen und Messern“. Der 29-jährige Ammerländer hat das Schmieden zu seinem Beruf gemacht und fertigt handgeschmiedete Messer aus Damaststahl. Seit diesem Jahr hat er seine Werkstatt an der Burgstraße 21 (ehemalige Schlachterei Vorwold).

Dass sich seine handgefertigten Messer von der handelsüblichen Ware absetzen, davon überzeugten sich beim Empfang auch Bürgermeister Sven Stratmann und Friesoythes erste „Eisenfee Ferrumina“ Carina Lampe aus Edewechterdamm, als sie mit ihren Daumen sanft über die Klinge strichen.

„Das Messer ist ganz schön scharf“, sagte Bürgermeister Stratmann zu Beginn seiner Begrüßung. Schon seit 2004 habe die Stadt durch die Aufnahme in den Ring der Europäischen Schmiedestädte die Bedeutung ihrer Eisen- und Schmiedegeschichte untermauert. Die Geschichte der Stadt Friesoythe sei eng mit dem Schmiedehandwerk verbunden. Im 16. und 17. Jahrhundert feierten die Handwerker jährlich zum 30. November (St.-Andreas-Tag) das Gildefest. Geregelt wurde dies in den „Artikeln der Friesoyther Schmiedegilde“ vom 30. November 1599. Danach sollte jährlich von einem Schmiedemeister turnusgemäß der Tag veranstaltet werden.

Streitigkeiten innerhalb der Gilde wurden vor dem Tag des Gildefestes durch Vermittlung der unbeteiligten Meister beigelegt. „Das könnte auch ein gutes Motto für die Lokalpolitiker sein. Sachliche Auseinandersetzungen sind immer gut, denn danach kann man sich bei einem Glas Bier noch gut in die Augen schauen“, sagte Stratmann. Beim Ausklang bei Schinkenbrot und Bier wurde das gleich in die Tat umgesetzt.

Der Tag wurde mit einer ökumenischen Andacht im Stadtpark bei der Friedensglocke und dem Eisernen Kreuzweg eröffnet. Gestaltet wurde die Andacht von Diakon Eckhardt Drees und Pastorin Hiltrud Warntjen.

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