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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Schwerlaster sorgen für Unmut

11.05.2019

Sedelsberg In Sedelsberg wird im neuen Baugebiet nördlich des Wieselwegs gebaut. 31 Baugrundstücke gibt es dort im ersten Bauabschnitt. Eigentlich ein Grund zur Freude, gäbe es nicht ein Problem: Die vielen Lkw, die von der Hauptstraße über die Bürgermeister-Knelangen-Straße zum Baugebiet fahren. „Die Straßen werden darunter leiden“, hatte CDU-Ratsherr Dr. Heinrich Norrenbrock bereits im Rahmen der Einwohnerversammlung bezüglich der Antragserstellung zur Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm bemerkt.

Straßen entlasten

Eine Verbindungsstraße oder ein Schotterweg von der Koloniestraße bis zum Baugebiet soll her, so dass der Schwerlastverkehr künftig – es kommen noch weitere Baugebiete – einen anderen Weg nehmen muss und die Straßen entlastet werden. Der Sedelsberger unterstützt damit als Ratsherr das Ansinnen von Anliegern der Bürgermeister-Knelangen-Straße. Er sei bereits mehrfach auf die Problematik angesprochen worden, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Und die Anlieger würden nicht wollen, dass sie noch einmal für die Straße bezahlen müssten, wenn diese später saniert werden müsste.

In dem Bereich würden auch viele junge Familien mit Kindern wohnen, die den Kindergarten oder die Grundschule an der Hauptstraße besuchen würden, sagte Norrenbrock. Die Eltern würden den Weg der Kinder dorthin aufgrund der Schwerlaster als gefährdet ansehen.

Ein weiterer Gedanke sei, die Verbindungsstraße weiter bis zur Otto-Hahn-Straße zu bauen, damit auch die Landwirte dort mit ihren Gülle- und Maiswagen künftig diesen Weg nehmen könnten.

Eine Ortsumgehung wolle man nicht, sagte Norrenbrock. Denn so würden noch mehr Leute zum Einkaufen direkt nach Friesoythe fahren und nicht in Sedelsberg den Einzelhandel unterstützen. Die Nahversorgung müsse im ganzen Saterland unbedingt erhalten und gestärkt werden.

Bei der Finanzierung einer Verbindungsstraße sieht der Ratsherr die Gemeinde in der Pflicht, die vielleicht Mittel einwerben könnte. Die Koloniestraße ist zwar Kreisstraße. Aber der Landkreis würde nur bei Verbindungsstraßen zwischen zwei Kreisstraßen aktiv werden, sagte Norrenbrock.

Keine Straße geplant

„Eine Planung einer zusätzlichen Trasse und deren Bau dürfte – wenn er finanziell überhaupt realisierbar ist – wahrscheinlich erst abgeschlossen sein, wenn die Bauphase im zweiten Abschnitt der Bebauung nördlich des Wieselwegs zum großen Teil erledigt ist und dürfte so die Bürgermeister-Knelangen-Straße kurzfristig nicht von den Baufahrzeugen entlasten können“, sagte Bürgermeister Thomas Otto auf Nachfrage zu dem Thema.

Die Gemeinde habe einen bereits 1995 in Kraft getretenen Flächennutzungsplan, der grundsätzlich eine Bebauung der Flächen nördlich und südlich des Wieselwegs vorsehe. Im ersten Bauabschnitt seien bereits nahezu alle Bauplätze verkauft. Der zweite Abschnitt werde zeitnah folgen. Um diesen an die Koloniestraße anzubinden, wäre eine circa 600 Meter lange Stichstraße erforderlich. „Diese ist derzeit aber so nicht geplant und würde auch dann zu einer Änderung des Flächennutzungsplanes führen müssen, um eine sinnvolle Anschlussbebauung zulassen zu können. Die entsprechenden Flächen befinden sich aber nicht im Gemeindeeigentum“, so Otto weiter.

Über zwei Millionen

Allein dieser Abschnitt dürfte laut Otto Baukosten von etwa 750 000 Euro € verursachen. Hinzu käme der Grunderwerb. Eine Anbindung bis zur Otto-Hahn-Straße würde einen abschnittsweisen Ausbau des Marderweges und einen mehr als 1,5 Kilometer langen Trassenausbau bedeuten. „Dessen Baukosten dürfte die Zwei-Millionen-Grenze deutlich übersteigen. Auch hier kämen die Kosten für einen Grunderwerb noch hinzu“, sagte Otto. Eine Anbindung der weiter geplanten Baugebiete „südlich des Wieselwegs“ sollte über die vorhandene Otto-Hahn-Straße erfolgen, so dass dort keine weiteren Verkehre über die Bürgermeister-Knelangen-Straße erfolgen müssen. Es gebe hierzu aber weder einen politischen Antrag noch konkretere Planungen.

Das könnte sich ändern. Denn das Thema will Dr. Heinrich Norrenbrock in die CDU-Fraktion hineintragen. Es müsse ja nicht sofort, aber sollte in den nächsten Jahren angegangen werden.

Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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