• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 14 Minuten.

Blaulicht-Ticker für den Nordwesten
Drei Tote bei Brand in Bremen - zwei Erwachsene und ein Kind

NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

24 Türen: Spülwagen „sprengt“ Klodeckel

04.12.2013

Friesoythe Er ist rund, geschlossen oder offen, es gibt ihn als Scharnierdeckel, Stahldeckel, mit Verriegelung und als herkömmlichen Betongussdeckel – der „Gullydeckel“ stellt den Zugang zur Kanalisation her. Egon Cavier, Bereichsleiter der Bautechnik von der Stadt Friesoythe, gewährt im Rahmen der NWZ -Adventsserie einen Blick in einen Gullyschacht.

Leitungen aus Steinzeug

Dafür hebt er zunächst den über 40 Kilogramm schweren Deckel an. Ein Schmutzfänger (grobes Sieb) kommt zum Vorschein, der den größten Schmutz aus der Kanalisation fernhalten soll. Dann geht der Blick in die dunkle Tiefe. Steigeisen an der Wand ermöglichen den Abstieg. „Mit der heutigen Technik kann aber alles von oben aus gereinigt werden“, sagt Cavier.

Ein Mensch findet in der gerade einmal 200 bis 400 Millimeter Durchmesser großen Schmutzwasserleitung auch keinen Platz, die überwiegend aus Steinzeug und inzwischen auch aus Kunststoff besteht. Die Schmutzwasserleitung (1,40 bis 5 Meter tief) liege dabei unter den Regenwasserschächten (1 bis 3 Meter tief), damit sie das Regenwasser nicht verunreinige.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Alle fünf bis acht Jahre müsse das gesamte Kanalisationsnetz kontrolliert werden – das seien weit über 200 Kilometer an Leitungen in ganz Friesoythe, sagt Cavier. „Wir müssen sicherstellen, dass wir keine Grundwasserverschmutzung haben und dass kein Wasser aus dem Kanal in den Untergrund gelangt.“ Auch die etwa 40 Pumpen müssen per Hand gereinigt werden, da sich Hygienetücher, die nicht in die Kanalisation gehören, in den Laufrädern verfangen und regelmäßig für Stillstand sorgen.

Einsatz des Spülwagens

Liegt in einer Haltung (Abstand zweier Schächte) eine Verstopfung oder liegen Risse vor, kommt der Spülwagen zum Einsatz. „Mit einer Spüllanze mit 80 Bar Wasserdruck versucht man die Verstopfung aufzulösen“, so Cavier. Anschließend untersuche eine Kamera die Leitung auf mögliche Bruchstellen, die mit einem Inliner (mit Kunstharz getränkter Glasfaser- oder Filzschlauch) „geflickt“ werden können.

Wenn auf Friesoyther Straßen der Spülwagen unterwegs sei, seien in drei bis fünf Prozent der Fälle Beschwerden der Anwohner die Folge: „Wenn gespült wird, kann schon einmal ein Klodeckel hochgehen“, sagt Egon Cavier.

Durch einen Überdruck werden dann etwa zwei Liter Abwasser im Badezimmer verteilt, das aus dem „Knie“ der Toilette herausgedrückt oder bei Unterdruck in die Kanalisation zurückgesogen werde. Dafür sei eine mangelnde Entlüftung verantwortlich. „Wenn der Druck durch die Dachentlüftung nicht funktioniert, dann geht er den Weg des geringsten Widerstandes“ – und das sei eben in diesem Falle durch die Toilette.

Tanja Henschel Barßel / Redaktion Münsterland
Rufen Sie mich an:
04491 9988 2906
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.