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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

24 Türen: Stahltür sichert Herzstück

17.12.2013

Nordkreis Sie sind mit 352 Metern etwa 30 Meter höher als der Eiffelturm, 475 Tonnen schwer und die höchsten begehbaren Bauwerke Deutschlands – die allgemein als „die Türme“ bekannten acht Antennenmaste auf dem Gelände der Marinefunksendestelle nahe Ramsloh.

Hier gehen Einsatz- und taktische Befehle aus dem Marine-Kommando in Glücksburg (Schleswig-Holstein) ein und werden an getauchte U-Boote in der Nord- und Ostsee, im Mittelmeer und Atlantik weitergegeben. Die Informationen werden aufgewertet und pro Antenne und Sender mit 100 000 Watt ringsherum per Längswellenverfahren abgestrahlt. „Wir sind zuständig für die Kommunikation mit unseren U-Booten und mit denen unserer NATO-Verbundpartner“, erläutert der Stellvertretende Dienststellenleiter und Leutnant zur See Kim Schäfer.

Blick in Maschinenraum

Dieser gewährte nun einen Blick in einen der zwei Bunker (Senderschutzbauten), in denen sich unter anderem die Betriebszentrale der Anlage befindet. Er öffnete für die NWZ die etwa drei mal drei Meter große und 30 Zentimeter breite massive Stahltür zum Maschinenraum des Montagestollens, der direkt in den Bunker führt. Dahinter verbergen sich insgesamt vier Generatoren: zwei für den Senderbetrieb, ein Reservegenerator und ein Generator für die Klimatechnik. Dabei funktionieren die Geräte wie ein Dynamo, erklärt Schäfer. „Wenn die Laufen, ist das der lauteste Raum hier.“

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Zudem können die Generatoren einen „Close-Door-Betrieb“ aufrechterhalten und sorgen im Extremfall für eine eigene Strom-, Frischwasser- und Außenluftversorgung: So könne der Senderschutzbau unabhängig betrieben werden, um die Führung der U-Boote zu garantieren.

Ein Stockwerk über dem Maschinenraum liegt das Herzstück der Anlage, der Senderraum, in dem in mehreren Reihen acht große Schränke, die Sender, stehen.

Damit diese einwandfrei funktionieren und nicht überhitzen, werden sie von insgesamt 38 Soldaten und 15 Zivilangestellten, den Klimatechnikern – wie Schlosser oder Elektriker – überwacht und gewartet. „Jeder Soldat und Zivilist gibt hier sein Herzblut, um die technischen Abläufe am Leben zu halten“, berichtet Schäfer.

Am Steuer- und Überwachungspult, das sich einige Türen vom Senderraum befindet, läuft die Steuerung der Anlage zusammen. „Die Betriebszentrale ist 24 Stunden, sieben Tage die Woche und 365 Tage im Jahr besetzt – also immer“, erklärt der Marine-Offizier.

Anlage mitten im Moor

Insgesamt sind etwa 90 Personen auf dem 540 Hektar großen militärischen Sicherheitsbereich im Einsatz, der mit einem zwölf Kilometer langen Zaun begrenzt ist. Sowohl die acht Antennen, als auch die zwei Bunker, die mit einer zwei Meter dicken Verkleidung aus Stahl und Beton versehen sind, liegen mitten im Westermoor.

Durch die gute Erdung können dabei die Antennen effektiver elektromagnetische Wellen abstrahlen: „Der Moorboden gewährleistet eine besonders gute Abstrahlcharakteristik mit hohem Wirkungsgrad“, erklärt Schäfer.

Tanja Henschel Barßel / Redaktion Münsterland
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