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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Neues Zuhause für Geflüchtete auf dem Land

08.06.2019

Stapelfeld Die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften sowie eine relativ entspannte Wohnsituation sind auch für Geflüchtete gute Gründe, sich auf dem Land nach Arbeit umzusehen. Die Region profitiere unter anderem, da so die Infrastruktur besser ausgelastet werde.

Die Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume (dvs) hat kürzlich auf einer Tagung in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer gezeigt, wie eine erfolgreiche Integration auf dem Land laufen kann. Titel des Zusammentreffens in Stapelfeld war „Neues Zuhause auf dem Land – Zuwanderung und Arbeitsmarkt“.

Reza Mohammadi ist Landwirt. Der gebürtige Afghane lebt seit 2010 in Deutschland. Nach einigen Umwegen gelangte Mohammadi 2014 zum Naturland-Bauern Everhard Hüsemann in der Grafschaft Bentheim. „Die Entscheidung Reza Mohammadi im Betrieb zu beschäftigen, fiel gleich bei der ersten Begegnung: als Reza im Melkstand sofort erkannte, dass mit einer Kuh etwas nicht stimmte, obwohl er vorher nie mit Kühen gearbeitet hat.“ Der Bauer bot Mohammadi 2015 einen Ausbildungsplatz an. Dieser Einsatz hat sich gelohnt. Heute hat Mohammadi einen unbefristeten Arbeitsvertrag im Betrieb.

Erfolgsbeispiele

Die Erfolgsbeispiele für gelungene Integration verlange allen Beteiligten Einiges ab. „Viel hängt von der Unternehmenskultur ab. Chefs müssen die gesamte Mannschaft mit auf den Weg nehmen“, sagt Dr. Hanns-Christoph Eiden, Präsident der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). „Gleichzeitig sind mangelnde Deutschkenntnisse und fehlende Rechtssicherheit bei der Bleibeperspektive ein Hinderungsgrund.“

An den zwei Tagen in Stapelfeld wollte man ergründen, wie es noch besser gelingen kann, Flüchtlinge in Grüne Berufe einzustellen und sie dabei langfristig in die Region zu integrieren. Ein weiteres Beispiel für gelungene Integration sei der gebürtige Syrer Samer Alkhateb. Der Agraringenieur arbeitet im Futtermittelqualitätsmanagement bei GS Agri in Schneiderkrug. Er beurteilt die eingesetzten Getreidearten und andere pflanzliche Produkte auf ihre Inhaltsstoffe.

Nach einem Praktikum bekam er einen Zweijahres-Arbeitsvertrag. Der Leiter der Futtermittelabteilung, Stefan Büngener-Schröder, freut sich, dass er Alkhateb kennengelernt hat: „Seine Art mit Zahlen umgehen zu können und sein Verständnis für Projektmanagement sind sehr wertvoll für das Unternehmen“. Alkhateb möchte weiter lernen, Masterstudium und Promotion sind nicht ausgeschlossen.

Rückendeckung

„Regional an verschiedenen Stellen aktiv tätig sind drei vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Willkommenslotsinnen, die Unternehmen unterstützen, geflüchtete Menschen in Ausbildung und Arbeit zu unterstützen“, sagte Kammer-Vizepräsident Heinrich Grupe. Es zeige sich, dass alle Akteure an einem Strang ziehen müssten, sagte BLE-Präsident Eiden. Diese Netzwerkarbeit zu unterstützen, sei eine Aufgabe der dvs in der Bundesanstalt für Landwirtschaft.

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