NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Verkehr: Straßenschäden sorgen für Ärger

12.02.2015

Barßel Die CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Barßel bemängelt Schäden an Gemeindestraßen infolge einer übermäßigen Straßenbenutzung. Die Christdemokraten fordern die Erstellung eines Konzeptes zur Vermeidung entsprechender Schäden.

Einschränkungen spürbar

„Seit geraumer Zeit häufen sich die Beschwerden aus der Bevölkerung, dass gemeindeeigene Straßen immer häufiger Schäden aufweisen, die enorme finanzielle Aufwendungen zu Lasten des Haushaltes verursachen“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Ewald Schneider. „Viele Anlieger wollen es nicht mehr hinnehmen, dass ihre Straßen durch eine übermäßige Straßenbenutzung beschädigt werden und damit auch für sie nur mit erheblichen Einschränkungen zu befahren sind“.

Als Ursache werde immer wieder dargestellt, dass „landwirtschaftliche Gespanne“ über diese Straßen die dort anliegenden landwirtschaftlichen Flächen erreichen müssten, so Schneider.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Ein besonderes Problem stelle in diesem Zusammenhang der „Gütertransport“ dar, sagt er. Häufig würden große Fahrzeugeinheiten mit einem hohen tatsächlichen Gesamtgewicht die Produkte von den landwirtschaftlichen Flächen in der Gemeinde zu den Betriebshöfen weit außerhalb des Gemeindegebietes transportieren. Viele kommunale Straßen würden aufgrund ihres Ausbauzustandes und ihres Charakters nicht mehr den heutigen „tonnenschweren“ Anforderungen gerecht, so Schneider.

„Die Schäden an und auf unseren Straßen nehmen von Jahr zu Jahr zu und es ist dringend notwendig, dieser Entwicklung entgegen zu treten“, meint der CDU-Fraktionsvorsitzende.

Dabei sei es nicht die heimische gewachsene Landwirtschaft, die diese Schäden verursache, „sondern oftmals die gewerblichen Agrarunternehmen, die ihren Firmensitz außerhalb der Gemeinde Barßel haben“.

„Diese gewerblichen Betriebe wollen mit ihren Großraumtransporten die Transportkosten möglichst gering halten und setzten daher große Fahrzeugeinheiten ein, denen unsere ländlich geprägten Straßen nicht mehr Stand halten können“, so Schneider. Daher seien präventive Maßnahmen zu ergreifen, sagt er. Zuerst müsse eine Bestandsaufnahme an gemeindeeigenen Straßen erfolgen.

Arbeitskreis bilden

Mittels eines Arbeitskreises aus Vertretern des Orts-/Kreislandvolkverbandes des Landkreises Cloppenburg, der Lohnunternehmen mit Firmensitz in der Gemeinde Barßel sowie der Gemeindeverwaltung sollten dann Vorschläge erarbeitet werden, die von allen Interessenvertretern mitgetragen werden, um dadurch ein maximales Maß an Akzeptanz zu erzielen, skizziert Schneider. „Gerade für unsere heimischen Betriebe, die teilweise über mehrere Generationen in unserer Gemeinde ansässig sind, ist es von großer Bedeutung, dass diese nicht unter den industriellen Transporten leiden.“

Ferne halte die Barßeler CDU eine Prüfung von Gewichtsbeschränkungen zum Schutz der Bausubstanz sowie die Prüfung von Ausnahmegenehmigungen zum Befahren dieser Straßen bei berechtigtem Interesse für sinnvoll. Auch eine Erarbeitung von alternativen Transportstrecken sei eine Möglichkeit. „Diese Vorschläge sind von den politischen Gremien zu diskutieren und schnellstmöglich präventive Maßnahmen zu verabschieden“, sagt Schneider.

Die Problematik sei bekannt, sagt Barßels Bauamtsleiter Hans Schulte im Gespräch mit der NWZ . „Das sind schon massive Straßenbelastungen.“ Hier müsse man an die Vernunft der landwirtschaftlichen Betriebe appellieren. Jährlich seien für laufende Straßenerhaltungsmaßnahmen 140 000 Euro im Haushalt der Gemeinde eingeplant.

Der Antrag der CDU-Fraktion liege der Verwaltung vor und werde dementsprechend aufgearbeitet, erklärt Barßels Bürgermeister Nils Anhuth auf Anfrage der NWZ .

Melanie Jepsen Varel / Redaktion Friesland
Rufen Sie mich an:
04451 9988 2504
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.