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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

In der Sagter Ems wird die Renaturierung konkret

27.11.2018

Strücklingen Die Gemeinde Saterland möchte die Flussaue der Sagter Ems in Strücklingen-Utende im Bereich Klosterstraße/Sagter Ems renaturieren. Anstoßgeber war Bernd Diekmann vom Planungsbüro Diekmann, Mosebach und Partner aus Rastede. Zusammen mit Sonja Bode informierte er die Mitglieder des Ausschusses für Planung, Bau und Umwelt am Donnerstag über das Vorhaben. Anlass waren erfolgreiche ökologische Maßnahmen zur Entwicklung naturnaher Flussauenlandschaften am Löninger Mühlenbach und am Aper Tief, und die Frage, ob diese auch im Bereich der Flussniederung der Sagter Ems möglich seien.

Ein Bereich wurde im Saterland ausgesucht, in dem die Gemeinde Saterland bereits über viele Kompensationsflächen verfügt. Er umfasst den Feuchtgrünlandkomplex zwischen Klosterstraße und Sagter Ems, nördlich der Umgehungsstraße bis zum Klosterbusch. Drei Flächen dort wurden näher untersucht. Die Entscheidung fiel auf eine Fläche im mittleren Bereich von circa 25 Hektar. Davon gehören der Gemeinde bereits 18/19 Hektar.

Bereits 2012 hatte es erste Abstimmungsgespräche zwischen Gemeinde, Landkreis und Wasserbehörden gegeben. Das Projekt wurde damals für gut befunden, allerdings hatte es kontroverse Einschätzungen gegeben bezüglich der Anerkennung zusätzlicher Aufwertungsfaktoren für die bestehenden Kompensationen. Da die Maßnahmen kostenintensiv seien, würden sie von der Gemeinde nur akzeptiert, wenn eine Refinanzierung durch das Aufwertungsplus generiert werden könne, hieß es. „Langfristig wird es sich für die Gemeinde auf jeden Fall rechnen“, versicherte Bode am Donnerstag.

Geplant ist, den Deich abzutragen und einen neuen an der nördlichen Plangebietsgrenze anzulegen. Des Weiteren in der Planung: Einstau bei mittlerem Hochwasser, gegebenenfalls Einbau von Mönch zur Regulierung des Wasserstands, Schaffung eines Renaturierungsraums, Entwicklung von Narzissen/Schilfröhrchen als Zielbiotope. Wie Bode sagte, sei eine biotypenbezogene Aufwertung von insgesamt 110.424 Werteinheiten möglich. Zusätzlich seien 278.273 Werteinheiten auf der 25 Hektar großen Flächen generierbar. Die Kosten für den Ankauf der restlichen 6,17 Hektar betragen etwa 169.250 Euro. Stelle man die Bau- und Ankaufskosten in Höhe von 587.150 Euro den gesamten Werteinheiten von 388.697 gegenüber, koste eine Werteinheit 1,51 Euro, so Bode. Der nächste Schritt der Gemeinde wäre nun, einen wasserrechtlichen Antrag zu stellen und über die Konkretisierung zur Umsetzung zu entscheiden.

Einstimmig empfahl der Ausschuss dem Rat, zu beschließen, dass das Planungsbüro Diekmann, Mosebach und Partner ein Konzept als Grundlage für die Genehmigung zur Entwicklung einer naturnahen Flussauenlandschaft im Bereich Klosterstraße/Sagter Ems zu erstellen.

Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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