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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Keine schnellen und einfachen Lösungen in Sicht

10.11.2018

Thüle Der Entwurf des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes hat das Bundeskabinett passiert. Dazu gehört auch das „Sofortprogramm Pflege“. Damit können ab dem kommenden Jahr in stationären Pflegeeinrichtungen Pflegekräfte neu eingestellt werden. Außerdem soll eine größere Wertschätzung für die oft schwere und schwierige Arbeit erreicht werden.

Doch das Gesetz stieß auf gemischte Reaktionen bei den Geschäftsführern der drei Krankenhäuser Friesoythe, Cloppenburg und Löningen sowie Krankenschwestern und Pflegepersonal. Bei der Veranstaltungsreihe des CDU-Kreisverbandes Cloppenburg im Gasthof Sieger Thüle unter dem Motto „Reden wir drüber – Das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz“ unter Leitung des stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden Hermann Schröer am Mittwochabend gaben sie ihre Einschätzung ab.

„Wir sind zunächst froh, dass es nun dieses Gesetz gibt und es der Pflege am Bett hoffentlich zugute kommt. Doch es wird weder schnelle noch einfache Lösungen geben, den Pflegenotstand aufzulösen. Neue qualifizierte Pflegerinnen und Pfleger sind nicht so schnell zu bekommen“, sagte Bernd Wessels, Geschäftsführer des Krankenhauses Friesoythe. Für Wessels muss die Pflege sowohl in den Krankenhäusern als auch in der Altenpflege besser finanziert und der Beruf attraktiver gestaltet werden. Die geplante Herausnahme der Pflegekosten aus den Fallpauschalen hält er für zweifelhaft.

„Aus Sicht der Leistungsträger ist das Gesetz erst einmal Positiv zu bewerten“, sagte der Geschäftsführer des Krankenhauses Cloppenburg, Lutz Birkemeyer. Doch der Teufel liege im Detail, und das seien die Ausführungsbestimmungen. „Der Gesetzgeber sollte nicht nur die Pflegepersonalkosten, sondern alle Personalkosten aus den Fallpauschalen herauslösen, Tarifsteigerungen für Ärzte sollte von den Krankenkassen übernommen werden. Wir sollen wirtschaftlich arbeiten. Aber mehr geht nicht. Die Zitrone ist ausgepresst“, meinte Birkemeyer. In Bezug auf die Pauschalen sprach der Cloppenburger Geschäftsführer von „Zechprellerei“, da Leistungen nicht bezahlt würden.

Große Zweifel, ob man weitere Pflegekräfte bekommt, hatte auch der stellvertretende Geschäftsführer des Löninger Krankenhauses Eberhard Ficker. „Wir sind für jede Kraft dankbar. Die Patienten werden immer mehr. Wir erbringen immer mehr Leistungen und die müssen belohnt werden“, so Ficker.

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