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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Tiere brauchen Streicheleinheiten

11.04.2012

CLOPPENBURG Der erste Weg am Morgen führt Alfred von Barany in den Kaninchenstall. Erst danach hat der Rentner die Ruhe, sich an den Frühstückstisch zu setzten. „Ich möchte sicher gehen, dass es meinen Tieren gut geht“, sagt er. Seine Tiere, das ist seine „Zwerg Rex Kastor“-Zucht. In die steckt Alfred von Barany sein ganzes Herzblut.

Schon als kleiner Junge hatte Alfred von Barany eine Vorliebe für Tiere. Er ist mit der Landwirtschaft groß geworden, Tiere gehörten immer schon zu seinem Leben dazu. Besonders hatten es ihm schon damals Kaninchen angetan.

Im Jahr 1964 tritt von Barany dem Cloppenburger Rassekaninchenzuchtverein I 88 bei, wo er auch heute noch Tätowiermeister und stellvertretender Vorsitzender ist. Auch dem Rex-Club I 24 Weser-Ems gehört Alfred von Barany an.

„Ich bin für Würfe auch schon nachts aufgestanden, damit ich sicher war, dass auch alle Jungen warm in ihrem Nest liegen“, erzählt von Barany. Besonders spannend für ihn sind die ersten sieben bis acht Tage nach einem Wurf. „Da beginnt die Farbentwicklung. Es ist immer interessant zu beobachten, wie sich die Deckfarbe, die Zwischenfarbe und die Unterfarbe entwickeln.“

Insgesamt werden bei dem ehemaligen Postboten rund 60 Jungtiere im Jahr geboren. Von diesen sind allerdings nicht alle für die Schau geeignet. Höchstens die Hälfte von diesen Tieren schafft es dorthin. Bei einigen passt vielleicht die Farbe nicht, oder die Ohren sind zu lang.

„Man muss sich viel mit den Kaninchen beschäftigen, die wollen gestreichelt werden“, sagt von Barany. Deshalb werden viele seiner Tiere, die nicht für die Schauen geeignet sind, an Kinder abgegeben.

Die Schauen sind aber ein bedeutender Teil der Rassekaninchenzucht. Hier muss alles stimmen. Die Rassekaninchen müssen in einem guten Gesundheitszustand sein. Dafür sorgt von Barany für abwechslungsreiche Fütterung. Pellets füttert er eher weniger, dafür mehr Heu und Gemüse aus dem Garten sowie eine Kräutermischung. Die Preisrichter legen zudem besonders Wert auf die Form der Kaninchen; aber auch die Augenfarbe, Deckfarbe, die Zwischenfarbe und die Unterfarbe müssten stimmen, berichtet der Fachmann. Keineswegs nimmt er immer die gleichen Tiere mit zu den Schauen. „Die Kaninchen sollen nicht

gestresst werden, höchstens sehr gute Tiere werden einmal mehr mitgenommen.“

Insgesamt zeigt der Züchter rund sieben Mal im Jahr seine Tieren einem großen Publikum – und hat dabei schon viele Erfolge eingeheimst: In Karlsruhe 2009 stellte er den Deutschen Meister, den Bundessieger und den Klassensieger in einer Zuchtgruppe. Den Titel des Bundessiegers konnte von Barany im Jahr 2011 verteidigen – darauf ist er besonders stolz.

Die Gemeinschaft mit den Züchtern und natürlich vor allem die Liebe zum Kaninchen faszinieren von Barany an der Zucht der Rassekaninchen seit vielen Jahrzehnten – und das wirkt sich offenbar auch auf die Gemütslage des Züchters aus: „Meine Frau sagt immer, wenn ich mit den Kaninchen zusammen bin, bin ich immer gut zufrieden“, sagt er schmunzelnd.

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