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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Tierische Rettungsaktion in luftiger Höhe

10.05.2017

Barßel Viele Storchenfreunde schauen sich über die Nestkamera (storchencambarssel.de) das bunte Treiben der Störche im Nest bei der Ebkensschen Windmühle in Barßel an. Dabei konnten sie bisher sechs Störche beobachten. Doch seit dem vergangenen Wochenende sind nur noch vier „Kinder“ zu sehen.

Das hat seinen Grund. „Das Gelege zählte sieben Eier. Um einer erneuten Entsorgung von Jungen – wie im Vorjahr – durch die Altstörche vorzubeugen, haben wir die Entnahme der zwei jüngsten Nachkömmlinge aus dem Nest vorgenommen und zur Storchenpflegestation Udo Hilfers in Berne gebracht“, berichtet Heino Weyland von den Storchenfreunden. „Die Entnahme ist einvernehmlich mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Cloppenburg sowie des Landesnaturschutzbeauftragten erfolgt“, fügt Weyland hinzu.

„Aus der Sicht der Unteren Naturschutzbehörde spricht daher nichts dagegen, bis auf vier Jungstörche die übrigen hilflosen Tiere in die Storchauffangstation aufzunehmen“, so Johann Viets von der Naturschutzbehörde. Der Transport nach Berne habe bestens geklappt. Die Jungen sind auf dem Transportwege gegen Unterkühlung geschützt worden.

Udo Hilfers hatte sofort eine „Fleischportion“ zubereitet und den Jungen angeboten. Sie waren ausgehungert, denn sie nahmen die Nahrung auch sofort an. Die beiden Kleinstörche waren etwa eine Woche alt. „Ohne die Herausnahme wären sie wahrscheinlich verhungert oder aber, wie im letzten Jahr, von den Altstörchen aus dem Nest herausgeworfen worden“, so Weyland.

Das siebte Ei ist bei der Aktion nicht gefunden worden. Die Storchenfreunde gehen davon aus, dass auch dieses Junge geschlüpft, aber sofort durch Kronismus (Selbstfraß) entsorgt worden ist. Bürgermeister Nils Anhuth hat es sich nicht nehmen lassen, die Entnahmeaktion an der Windmühle zu begleiten.

Im vergangenen Jahr wurden von den Altstörchen auf dem Nest an der Barßeler Windmühle auch sieben Junge ausgebrütet. Von ihnen wurden allerdings drei Tiere von den Altstörchen durch Kronismus „entsorgt“. In diesem Jahr zählte das Gelege ebenfalls wieder sieben Eier. Das ist eigentlich ungewöhnlich, da im Normalfall ein Gelege zwischen zwei und fünf Eiern zählt.

Im vergangenen Jahr hatten aus dem Barßeler Nest vier Jungstörche den Flug in den Süden antreten können. Ein Junges war in der Pflegestation Hilfers groß geworden und konnte ebenfalls den großen Flug antreten.