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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Training für die rasche Hilfe

10.12.2005

GEHLENBERG. Eine sehr realitätsnahe Übung stand am Ende einer längeren Ausbildung. Es wird aber noch weitere Ausrüstung benötigt.

von Anni Knipper GEHLENBERG. - Lautes Jammern dringt durch die geöffnete Tür den zwei Notfallhelfern entgegen. Vor ihnen liegt auf dem Boden eine junge Frau, die sich den Leib hält und über heftige Magenschmerzen klagt. Die jungen Männer bringen die Frau in eine bequeme Lage und versuchen etwas über Ursache und Dauer früherer Beschwerden gleicher Art zu erfahren.

Zur gleichen Zeit „behandeln“ weitere Helfer einen Mann mit Herzinfarkt und nachfolgendem Kammerflimmern, eine Frau mit einer Bauchhöhlenschwangerschaft, einen verunglückten Motorradfahrer, eine Person, die von der Treppe gestürzt ist und sich eine offene Fraktur zugezogen hat, sowie ein Mädchen, das sich beim Holzhacken einen Daumen abtrennt hat.

Die Szenen, die durch blutrote Farbe und geschicktes Schminken sehr realistisch wirken, sind von einer Jugendgruppe des DRK aus Werlte gestellt und dienen den angehenden Notfallhelfern, ihre Fähigkeiten an Fallbeispielen zu beweisen. Insgesamt unterzogen sich 18 überwiegend junge Leute am Sonntagnachmittag unter den Augen des Notfallarztes Peter Venohr der praktischen Prüfung, die sie später nach der zusätzlichen theoretischen Prüfung berechtigt, als Notfallhelfer zu agieren.

Hinter dem Projekt steht seit längerer Zeit das Vorhaben der hiesigen Feuerwehr in Gehlenberg, eine „First Responder“-Gruppe aufzubauen, die in Notfällen über die Einsatzleitstelle informiert wird und schneller als Notarzt und Krankenwagen vor Ort sein kann, um lebensrettende Maßnahmen durchzuführen. Die nunmehr abgeschlossene Ausbildungsphase unter der Leitung von Gunda Hagemann aus Scharrel umfasste insgesamt 80 Stunden Theorie und Praxis. Durch Spenden konnte bereits ein eigenes Fahrzeug angeschafft werden.

Außerdem ist ein Defibrilator vorhanden, der bei Herzstillstand eingesetzt wird, sowie eine Notfalltasche und Einsatzjacken. Dringend gebraucht werden noch ein Funkgerät sowie die notwendigen Meldeempfänger für die diensthabenden Helfer. Eine Haussammlung soll dazu durchgeführt werden.

Ab Mitte Januar soll der Betrieb aufgenommen werden. Jeweils zwei Personen werden dann 24 Stunden lang Bereitschaftsdienst haben.

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