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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Unrealistische Wünsche werden symbolisch verbrannt

29.07.2014

Cloppenburg Die Trennungs- und Scheidungsgruppe (TuSch) des Kinderschutzbundes Cloppenburg hat sich am Montag bei einem Pressegespräch vorgestellt. Vertreter des Kinderschutzbundes und des Jugendamtes sowie die betreuenden Diplom-Pädagogen Stephanie Siemer und Olaf Henkel sprachen von einem Erfolgsmodell – im September nimmt bereits die vierte Gruppe ihre Arbeit auf.

„Die Kinder fühlen sich hier wohl. Als Trennungskinder sitzen sie immer zwischen den Stühlen und brauchen eine neutrale Person, um ihre Probleme besprechen zu können“, betont Sandra Vogelsang aus Petersdorf, deren Tochter die „TuSch“-Gruppe besuchte und hier neben professioneller pädagogischer Unterstützung auch Freundschaften mit ebenfalls von Trennung betroffenen Kindern fand.

Vielen Eltern sei es durchaus bewusst, dass ihre Kinder in der Scheidungs- oder Trennungsphase eine schwere Zeit durchmachten und einen neutralen Ansprechpartner für ihre Probleme bräuchten, hieß es. Diese Eltern würden Hilfsangebote wie die TuSch-Gruppe gerne annehmen, betonte Jugendamt-Mitarbeiterin Hildegard Wübben-Siefer. Das Jugendamt bemühe sich außerdem mit den zuständigen Richtern und Anwälten, bei den Scheidungs- und Sorgerechtsverhandlungen eine Atmosphäre zu schaffen, die für die betroffenen Kinder erträglicher sei.

Viele Kinder würden sich am Scheitern der Ehe bzw. Partnerschaft ihrer Eltern schuldig fühlen und seien emotional zwischen den beiden Elternteilen hin- und hergerissen, betonte Olaf Henkel. In der TuSch-Gruppe, die aus maximal acht Kindern im Alter von sieben bis 11 Jahren besteht, würden die Kinder im Umgang mit ihren Gefühlen und Problemen unterstützt.

Die Gruppe trifft sich wöchentlich insgesamt zwölf Mal für jeweils eineinhalb Stunden in den Räumen des Kinderschutzbundes. Gemeinsame Spiele, Gruppen-Arbeit, Rollenspiele und Gespräche mit den beiden Pädagogen würden ihnen helfen, die belastende Gesamtsituation besser zu verarbeiten.

Zudem würden die Kinder in der Gruppe erfahren, dass es noch mehr Kinder mit den gleichen Erfahrungen und Problemen gäbe und dass sie an der Trennung ihrer Eltern nicht schuld seien, betonte Henkel. „Viele Kinder wünschen sich natürlich an erster Stelle, dass sich ihre Eltern wieder vertragen. Solche unrealistischen Wünsche schreiben wir am Ende unserer Gruppenarbeit auf einen Zettel und verbrennen sie symbolisch.“

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