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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Vereine sollen Ehrenamtler kontrollieren

13.12.2013

Cloppenburg Der Landkreis Cloppenburg will den Schutz von Kindern und Jugendlichen in der Region weiter vorangetrieben. Im Zuge des neuen Bundeskinderschutzgesetzes – Anfang 2012 in Kraft getreten – will das Jugendamt der Kreisverwaltung mit allen rund 270 Vereinen und Verbänden im Landkreis, die in der Jugendarbeit tätig sind, Vereinbarungen bezüglich erweiterter Führungszeugnisse von Ehrenamtlern schließen. Bedeutet: Die Verbände sollen sich verpflichten, sich von jedem Helfer, der Kinder oder Jugendliche beaufsichtigt, betreut, erzieht oder auch ausbildet, per Zeugnis beweisen zu lassen, dass er oder sie niemals wegen eines Sexualdeliktes verurteilt wurde.

Dokumentation

„Mit Abschluss der Vereinbarung gehen die Vereine und Verbände die Verpflichtung ein, sich von ihren ehrenamtlichen Betreuern ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen zu lassen“, so Kreisjugendpflegerin Alexandra Pille. Die Vorlage müsse dokumentiert werden. Das Originalführungszeugnis verbleibe beim Ehrenamtlichen.

Sportverein mit im Boot

Bislang läuft die Aktion allerdings eher schleppend: Von den 270 Vereinen und Verbänden haben bislang nur 95 eine solche Vereinbarung unterschrieben. Dies, so meint Kreisverwaltungssprecher Ansgar Meyer, liege jedoch nicht an der Bereitschaft, sondern an der bisher fehlenden Zeit. Bis Anfang 2014, so ist er überzeugt, werden wohl alle unterzeichnet haben.

Einer, der bereits mit dabei ist, ist der Turnverein Cloppenburg, einer der größten Sportvereine der Region. Der Schutz der Kinder und Jugendlichen sei äußerst wichtig, betonte Geschäftsführer Uwe Otte im Gespräch mit der NWZ . Seitens der Übungsleiter, die eine solches erweitertes Führungszeugnis vorlegen müssten, sei auch noch nie ein böses oder ungehaltenes Wort über die Regelung geäußert worden. Bei aller Zustimmung stört die Verantwortlichen des Vereins jedoch trotzdem eines: „Die Kosten“, so Otte. So übernehme der Verein für seine Ehrenamtler die pro Zeugnis anfallenden 13 Euro, eine Erstattung durch Stadt oder Landkreis erfolge jedoch nicht. „Wir bekommen nur eine Erstattung, wenn der Ehrenamtler keine Aufwandsentschädigung für sein Engagement erhält – und das ist bei uns nicht der Fall.“

Auch die katholische Kirche hat unterschrieben. Cloppenburgs Dechant Bernd Strickmann erklärte auf Nachfrage, dass es eine Selbstverständlichkeit gewesen sei, diese Vereinbarung zu schließen. Gegenwind von den Ehrenamtlern gab es nicht, „im Gegenteil“, so Strickmann. Gerade die Jugendgruppenleiter drängten auf solche Absicherungen, nicht zuletzt mit Blick auf die Zeltlagerfahrten.

Erneuerung

Die Vereinbarung zwischen Verein und Jugendhilfeträger muss übrigens alle drei Jahre erneuert werden. Von allen in der Jugendarbeit tätigen Personen müssen nach fünf Jahren neue Führungszeugnisse vorgelegt werden.

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Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Westerstede
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