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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Landwirtschaft: „Viele Sauenhalter fürchten um Existenz“

10.12.2015

Bethen „Viele Sauenhalter fürchten um ihre Existenz“: Das sagte Wilhelm Willoh, der am Mittwoch bei der Generalversammlung der Schweinebesamungsstation Weser Ems e.V. in Bethen einstimmig wiedergewählt wurde. Geschäftsführer Werner Tap­horn formulierte die Aussichten für die Ferkelerzeuger ebenso drastisch: „Ich kenne dafür nur ein Wort: katastrophal.“

3500 Sauenhalter gab es 2010 noch in Niedersachsen. Jetzt sind es noch knapp 2000 Bauern, die mit der Ferkelaufzucht ihr Geld verdienen. Oder besser: kein Geld verdienen. „Bei einem Preis von 30 Euro pro Ferkel sind nicht einmal die laufenden Kosten gedeckt“, meinte Willoh, der seit 15 Jahren Vorsitzender ist. Für zusätzliche Investitionen – z.B. zur Steigerung des Tierwohls – bleibe kein Cent übrig. Ferkelzeuger könnten nicht ihre Produktion ändern. Ihnen bliebe nur die Aufgabe. „Diese Konsequenz ziehen immer mehr Sauenhalter. Aber sie geben nicht nur ihren Betriebszweig auf, sondern den ganzen Hof.“

Für das Überleben der Mäster, deren Zahl in Niedersachsen von 8500 auf 6700 in den vergangenen vier Jahren nicht so dramatisch gesunken ist, sorgten so die Sauenhalter durch die geringen Ferkelpreise. Willoh kritisierte weiter die „geringe Wertschätzung“ der Ferkelerzeugung. Für eine gute Struktur auf dem Lande, im Dorf und in der Nachbarschaft sei eine „andere Denkweise“ nötig, damit nicht eines Tages die ganze Schweineproduktion von „Integratoren“ übernommen werde.

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Geschäftsführer Taphorn nahm sich die Schweinemäster noch mit deutlicheren Worten zur Brust. „Den Mästern geht es noch besser – die kaufen Ramschladungen“ und handelten damit eigennützig, zahlten keine fairen Preise. Nötig sei, „die Verluste anteilig zu verteilen.“

Auch 2015 gebe es keine besseren Werte. Weniger Ferkelerzeuger würden preistreibend bei den Ferkelpreisen sein. Aber Europa habe aufgestockt, Spanien die Sauenzahl deutlich erhöht. Die biologische Leistungssteigerung der Ferkel bewirkte auch geringe Preise. Dänemark peilt für 2022 zum Beispiel 35 Ferkel pro Sau an.

Neben Willoh (Augustenfeld) wurde auch Herbert Backhaus (Beverbruch) erneut in den Vorstand gewählt, dem Werner Baalmann (Elsten) seit 25 Jahren angehört. Für 25-jährige Betriebszugehörigkeit erhielten Marianne Richter (Beesten) und Gustav Frerichs (Bethen) ein Präsent.

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