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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Von der Fähre ins rote Haus

02.04.2016

Die Gemeinde Ganderkesee ist in den letzten Jahren um eine touristische Attraktion reicher geworden. Rieke Meiners (46) hat zusammen mit ihrem Ehemann Rik Geiger und mit Unterstützung ihres Vaters Hans Meiners den Campingplatz am Falkensteinsee aus dem Dornröschenschlaf erweckt. Auf einer Fläche von 13 Hektar ist in Habbrügge ein moderner Camping- und Ferienpark entstanden, der sich großer Beliebtheit erfreut. „Rieke ist hier die gute Fee!“, schwärmt Rik.

Im sogenannten „roten Haus“ laufen bei Rieke Meiners und ihrem Team alle Fäden zusammen. Durch ihre sehr herzliche und offene Art gewinnt sie im Nu die Herzen ihrer Gäste. An der Wand beim „Bistro am Falkensteinsee“ entdecke ich ein Zitat von Oscar Wilde: „Am Ende wird alles gut; wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende“. Diesen Spruch hat Rieke selbst ausgesucht: „Meine Frau sieht in allem immer etwas Positives“, bemerkt Ehemann Rik.

Rieke Meiners ist als Mitinhaberin des Camping- und Ferienparks Falkensteinsee immer von Menschen umgeben. Dieses genießt sie – aber sie kennt es auch nicht anders. Ihre Eltern Hans und Anke Meiners hatten in Hatterwüsting den „Dorfkrug Meiners“ und dazu einen kleinen Supermarkt. Als Kind war sie in ihrem Element, wenn sie mit den Jungs spielen und herumtoben konnte. Für Rieke war klar, dass für sie nur ein Beruf in der Gastronomie in Frage kommen würde.

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Nach ihrem Realschulabschluss besuchte sie zunächst für ein Jahr die höhere Handelsschule in Wildeshausen, bevor sie im „Jagdhaus Eiden“ in Bad Zwischenahn ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau machte. Da sie bei ihrer Ausbildung nicht an der Rezeption eingesetzt wurde, machte sie anschließend ein dreimonatiges Praktikum am Empfang bei der „Strandlust“ in Vegesack. Gerne arbeitete sie bei ihren Eltern im „Dorfkrug“, aber genauso gerne wollte sie beruflich noch einiges erleben. So arbeitete sie als Au-pair-Mädchen bei einem bekannten Rechtsanwalt in München-Bogenhausen. „Kochen kann ich aber nicht“, gab Rieke ihrem Arbeitgeber zu bedenken. „Sie können doch lesen – dann können sie auch kochen“, bekam sie zur Antwort. Schließlich kochte sie dann doch mit ihrer Chefin für geladene Geschäftsfreunde Gerichte aus der Küche von Heinz Winkler.

„Es hatte mir super bei dieser Familie gefallen. Aber nach einem Jahr merkte ich, dass dieses nicht meine berufliche Endstation sein konnte“, schildert Rieke. Sie besuchte die Fachoberschule und studierte anschließend Betriebswirtschaft in Richtung Tourismus, Marketing und Rechnungswesen. Innerhalb dieser Zeit machte sie ein Praktikum im Hotel „Hyde Park“ in London. Dort arbeitete sie auch im Service der dazugehörigen „Ferrari Bar“ und bediente dabei Gäste wie Schauspieler Richard Gere oder James Bond-Darsteller Pierce Brosnan.

Als Diplom-Kauffrau wechselte sie ins Management des Hotels „Schliffkopf“ im Schwarzwald. „Nach sieben Jahren hatte ich das Gefühl, ich muss auf Wanderschaft gehen“, erzählt Rieke mir. Sie kaufte sich ein Motorrad. Und dann ging es im November 2004 in Richtung La Palma, wo sie ihrer Freundin Eva Katharina Hoffmann bei der Herausgabe eines Buches helfen wollte. Nach 2500 Kilometern erreichte sie am 9. November die Fähre von Cádiz nach La Palma. Hier stand ein VW-Bus ganz dicht hinter ihr. „Halten Sie bitte Abstand“, meinte Rieke. 2006 heiratete sie den aufdringlichen Fahrer Rik Geiger – in Deutschland, obwohl beide ihren Lebensmittelpunkt in Spanien hatten. Rik hatte dort eine Firma, die jährlich 1000 Tonnen Fisch produzierte.

Als der Kauf eines Hauses nicht zustande kam, sahen sie das als ein Wink des Schicksals und kehrten Spanien 2010 den Rücken. „So wie wir mit der Fähre gekommen sind, so sind wir auch wieder zurückgekehrt. Allerdings waren dieses Mal unsere Söhne Maro und Neo dabei.“ In Hatterwüsting angekommen unterstützten sie ihre Eltern bei der Immobilienverwaltung, bis ihr Vater Hans Meiners gebeten wurde, sich das Projekt „Falkensteinsee“ näher anzusehen. Beiden gefiel das, was sie sahen. „Wir haben es nicht gesucht. Dieses Projekt kam auf uns zu, und dafür sind wir dankbar“, schmunzelt Rieke.

Rieke Meiners,Mitbetreiberin des Camping- und Ferienparks Falkensteinsee

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