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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Agrarwirtschaft: „Die Politik verlangt immer mehr“

12.02.2020

Vordersten Thüle Auf ein ereignisreiches Jahr blickte der Vorstand des Beratungs- und Erzeugerrings Friesoythe und Umgebung auf der Mitgliederversammlung im Hotel Landhaus Pollmeyer in Vordersten-Thüle zurück. „Die Rahmenbedingungen für uns Landwirte werden immer umfangreicher und erfordern viel Arbeit. Die Politik verlangt immer mehr von uns. Aber mehr bezahlen will keiner“, malte der 1. Vorsitzende Heinz Rolfes ein nicht so freundliches Szenario für die Bauern auf.

Die Landwirte müssten nicht nur ihre Produkte beherrschen, sondern auch die Dokumentenarbeit. „Der Schriftkram wird nicht weniger und einfacher“, sagte Heinz Rolfes. „Umso wichtiger wird daher die Beratertätigkeit der Vereinigung. Das Aufgabenfeld der Ringberater ist unerschöpflich“, dankte der 1. Vorsitzende den Beratern für ihre Arbeit. Das zeige deutlich das Beispiel von Ringberaterin Imke Sander. Sie berate die Landwirte bezüglich des Nährstoffmanagements, beim Meldeprogramm, bei der Ackerschlagkartei, bezüglich des Tierwohls, der Agrarpolitik oder bei Betriebsplanungen.

Ein Präsent gab es für Clemens Olliges aus Gehlenberg, der seit 30 Jahren im Beratungsring tätig war und in den Ruhestand ging, sowie für Hildegard Gehlenborg, die seit 20 Jahren die „gute Seele“ im Büro ist.

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Für Clemens Olliges wurde Stefan Untiedt aus Gehlenberg neu in den Vorstand gewählt. Vorsitzender ist und bleibt Heinz Rolfes aus Friesoythe. Ebenso bestätigt wurden Michael Lucassen aus Elisabethfehn und Hubert Koopmann aus Markhausen.

Anna-Lena Niehoff von der Landwirtschaftskammer Weser-Ems, Bezirksstelle Ostfriesland, referierte anschließend zum Thema „Mitarbeiter finden – Mitarbeiter binden“. „Viele Landwirte können sich glücklich schätzen, wenn sie auf dem Arbeitsmarkt noch qualifizierte Mitarbeiter für den Hof finden“, sagte sie. „Gleichwohl ist der Beruf in der grünen Branche noch gefragt. Allerdings müssen die Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter passen.“ Ausschlaggebend sei nicht immer der Lohn, sondern unter vielen Aspekten auch das Betriebsklima. „Wenn hier etwas nicht stimmt, sind die jungen Leute gleich wieder verschwunden und finden auf einem anderen Hof eine Anstellung“, sagte Anna-Lena Niehoff. Wer Mitarbeiter binden will, müsse auf die heutigen Rahmenbedingungen eingehen.

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