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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

ärger: Warum billig nicht günstig ist

20.04.2012

RAMSLOH Thomas Fischer (49) hat erst einmal genug. Um Sonderangebote will der Finanzwirt künftig einen großen Bogen machen. „Billig kann am Ende auch teuer heißen“, lautet sein Fazit, nachdem er versucht hatte, zu einem günstigeren Stromanbieter zu wechseln.

Was war geschehen? Die Fischers hatten 2009 ein Haus in Ramsloh gebaut, bezogen seit dem den Classic-Stromtarif der EWE. „Es muss auch günstiger gehen“, dachte sich der Hauseigentümer und recherchierte auf eigene Faust. Auf der Internetplattform Verivox wurde er schnell fündig. Bei Grünwelt Energie, das zur Stromio GmbH gehört, könnte er angeblich bis 253,61 Euro jährlich sparen. Zusätzlich sollte es einen Neukundenrabatt geben. Thomas Fischer unterschrieb den Vertrag und wunderte sich, als er die erste Rechnung bekam: „Ich sollte einen Euro mehr zahlen als bei der EWE.“

Er forschte nach und merkte, dass er das Kleingedruckte nicht gründlich genug gelesen hatte. Sinngemäß stand dort, dass der Neukundenrabatt von 25 Prozent erst im zweiten Belieferungsjahr angerechnet werde. Der Haken: „Woher weiß ich, dass der Strompreis später nicht angehoben wird?“ Für den Ramsloher eine Milchmädchenrechnung, die er rückgängig machen wollte. Dann doch lieber den Classic-Stromtarif behalten. Er stornierte innerhalb der vorgeschriebenen Fristen. Von Grünwelt Energie wurde die Auflösung des Vertrags schriftlich bestätigt. Auch der neue beziehungsweise alte Stromversorger, die EWE Energie, hat sich mittlerweile bei ihm gemeldet. Im Schreiben steht, dass die Stromversorgung ab dem 1. Oktober 2012 durch den zuständigen Ersatz- und Grundversorger sicher gestellt werde.

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Was Fischer an dieser Formulierung stört, ist die Tatsache, dass es sich dabei um den teuersten Tarif handelt. Das hat er aber erst auf Nachfrage erfahren. „Nirgendwo wird man darauf aufmerksam gemacht“, ärgert er sich. Transparenz sehe anders aus. Hinzu kommt, dass er zwar eine Stornierung von Grünwelt Energie bekommen habe – nicht aber die EWE. Das wiederum ist wichtig, weil er nur dann einen neuen Vertrag mit dem Energieversorger abschließen könne, andernfalls rutsche man automatisch in die teurere Grundversorgung. Dass er selber die Kündigung vorzeigen könne, spiele dabei keine Rolle. „Die Tatsache, dass der Kunde das an ihn adressierte Stornierungsschreiben in unserem Kundencenter vorgelegt hat, ist nicht ausreichend“, bestätigte Unternehmenssprecher Christian Bartsch. „EWE Energie hat nicht die Freiheit, davon im Sinne einer pragmatischen Lösung abzuweichen.“

Thomas Fischer kann jetzt nur eines: abwarten. Mag sein, dass sich alles noch zum Guten wendet. In einem Punkt ist er sicher: „Billigangeboten traue ich nicht mehr.“

Mirja Zipfel Friesoythe / Redaktion Münsterland
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