NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Wenn alle Geräte fehlen

25.03.2009

NEULAND Die Anwohner der Stromstraße in Neuland trauen ihren Augen nicht, als die Mitarbeiter des Bauhofes der Gemeinde Barßel die Spielgeräte auf dem Kinderspielplatz abbauen. Bis auf Rutsche und Wippe ist alles verschwunden. „Dafür haben wir kein Verständnis“, sagt Anliegerin Petra Ley.

„Wo sollen unsere Kinder jetzt noch spielen. Doch wohl nicht auf der Straße“, fragt die Mutter von drei kleinen Kindern. „Auf dem Spielplatz spielen Kinder aus der ganzen Siedlung“, sagt Petra Ley. Sie will es nicht hinnehmen, dass der ganze Platz irgendwann geschlossen wird. Petra Ley befürchtet, dass in Kürze auch noch die beiden letzten Spielgeräte abgerissen werden. Weit und breit gibt es keinen weiteren Spielplatz.

In der Ulmenstraße und in der Beethovenstraße sei noch ein Platz ausgewiesen. Allerdings steht dort nicht ein Spielgerät. Die Verärgerung der Anwohner ist umso größer, haben sie vor rund 20 Jahren den Platz doch in Eigenleistung hergestellt, wenngleich auch mit Zuschüssen der Gemeinde. Die Anwohner haben den Platz nicht nur erstellt, sondern in den Jahren auch instand und sauber gehalten, so Petra Ley. Der Kinderspielplatz war bisher auch ein Treffpunkt für die Mütter. „Während unsere Kinder sich an den Geräten tummelten, hielten wir einen Klönschnack“, sagt Margret Büscherhoff. Das wird nun wohl vorbei sein.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Neue Geräte wird die Gemeinde wohl nicht wieder aufstellen. Der Aussage, dass die Aktion ohne Ankündigung erfolgt sei, widerspricht der Leiter des Bauhofs Uwe Overlander: „Das ist nicht richtig.“ Auch Bauamtsleiter Hans Schulte sagt: „Wir haben das mit dem Platzwart abgestimmt.“ Denn bei den Sicherheitskontrollen seien Mängel bemerkt worden, so Schulte weiter. „Die Anwohner sind mehrfach aufgefordert worden, die maroden Spielgeräte instandzusetzen. Passiert ist jedoch nichts“, so Overlander.

Nach den Vorschriften des Gemeinde-Unfall-Versicherungsverbandes (GUV) sei die Gemeinde gehalten, defekte Geräte abzubauen. „Wer will die Verantwortung übernehmen, wenn sich ein Kind an einem Gerät verletzt. Wir nicht“, sagt auch der zuständige Sachbearbeiter im Rathaus Andre Schröder. Die Mitarbeiter des Bauhofes hätten richtig gehandelt, verteidigt Schröder den Abbau der Geräte.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.