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GRÜNE WOCHE: Werbung auf ganz großer Bühne

26.01.2007

BERLIN /LINDERN Das preisgekrönte Dorferneuerungsprogramm brachte der Gemeinde eine Einladung nach Berlin ein. Hier traf Lindern auf großes Interesse der Messebesucher.

Von Olaf Reichert,

Redaktion Berlin BERLIN/LINDERN - Gerd Sonnleitner ist am Stand der Gemeinde Lindern auf der Grünen Woche in Berlin voll des Lobes: „Es gefällt mir sehr, wenn die Bevölkerung so mitzieht. Wenn die Menschen so mit dem Herzen dabei sind und so viel Engagement zeigen, ist das eine tolle Entwicklung.“ Was beim Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes solche Begeisterung hervorruft, ist die Leistung der Linderner Bürger.

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Die Gemeinde war im vergangenen Jahr vom Land Niedersachsen für die Dorferneuerung Liener/Auen-Holthaus der Jahre 2000 bis 2006 ausgezeichnet worden. „Ein Drittel aller Haushalte beider Bauerschaften waren aktiv daran beteiligt“, berichtet Bürgermeister Rainer Rauch heute immer noch stolz. Als Anerkennung für die vorbildliche Arbeit darf sich Lindern zwei Tage lang am Stand des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums auf der Grünen Woche präsentieren.

Und die Gemeinde, vor allem die Leute aus Liener und Auen-Holthaus, haben sich nicht lumpen lassen: 18 Personen besetzen noch bis heute den Stand in der Niedersachsenhalle. Hinzu kommt der Musikverein Lindern mit 44 Aktiven, der regelmäßig auf der Bühne der Halle aufspielt.

Elisabeth Lüers und Hildegard Osterkamp aus Liener demonstrieren den Blaudruck, wie er im Dorf in der Mitte des 19. Jahrhunderts praktiziert wurde. „Es ist erstaunlich, wie viele Messebesucher Fragen an uns richten“, sagt Lüers. Nebenan stellen Focko Börgmann und Gerd Nannen Holzschuhe her. Vor 25 Jahren hat Börgmann diese Fertigkeit von seinem Vater erlernt. „Es ist wichtig, das Handwerk zu präsentieren und weiterzugeben“, sagt er. „Holzschuhe machen ist ganz einfach. Man nimmt einen Holzklotz und schnitzt alles weg, was überflüssig ist“, erklärt Nannen augenzwinkernd den Besuchern. Die lachen herzlich. Auch das Flachsbrechen wird am Stand vorgeführt.

Hinter einem Tresen werben Maria Einhaus, Irmgard Peters, Andrea Kollmer und Annemarie Schute für das Osterblumenfest in Auen-Holthaus. Farblich passend ist Gelb die vorherrschende Farbe. Als kulinarische Besonderheit wird „Frühlingslikör“ angeboten.

Auch Bürgermeister Rauch lässt sich in die Pflicht nehmen. Gemeinsam mit den Landräten Hans Eveslage (Cloppenburg) und Albert Focke (Vechta) und dem Bundestagsabgeordneten Franz-Josef Holzenkamp (Garthe) führte er ein Schaukochen durch.

Jenseits jeglicher Show ist Rauch sehr zufrieden mit der Resonanz. „Wir werden von sehr vielen Besuchern darauf angesprochen, ob man bei uns Fahrradurlaub machen kann. Da sind diese Leute bei uns natürlich genau richtig.“ Rauch erhofft sich vom Messeauftritt einen Schub für Lindern was Bekanntheit und Übernachtungszahlen angeht. Die Rechnung könnte – dank des Engagements der Einwohner – aufgehen.

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