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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Kühlbranche: Werkvertragsarbeiter müssen hungern

03.12.2013

Cloppenburg Von skandalösen Zuständen in einer Werksvertragsarbeiter-Unterkunft auf dem Gelände eines Tiefkühl-Logistikunternehmens in Schneiderkrug spricht die Leiterin der Cloppenburger Beratungsstelle des Netzwerks für Menschenwürde in der Arbeitswelt (MidA), Audra Brinkhus-Saltys. 15 Männer aus Spanien, Kolumbien, Litauen und Rumänien hausten dort in verwahrlosten, teils verschimmelten Räumen unter menschenunwürdigen Bedingungen.

Die Arbeiter hätten sich am Sonnabend an die Beratungsstelle gewandt, weil sie schon seit Monaten keinen Lohn mehr von ihrer in Dissen ansässigen Werksvertragsfirma bekommen hätten. Deswegen – so Brinkhus-Saltys am Montag – hätten sie teilweise schon hungern müssen. Zudem besäßen die Männer keine warme Bekleidung. Eine „Erstversorgung“ hätten am Wochenende die Caritas Vechta, die Tafel in Lohne sowie Privatpersonen mit Geldspenden übernommen.

Trotz der monatelang ausgebliebenen Gehaltszahlungen aus Dissen hätten die Werksvertragsarbeiter bei dem Schneiderkruger Logistiker weitergearbeitet – und das in Schichten teilweise von vier Uhr morgens bis ein Uhr in der Nacht, sagte der Bakumer Anwalt Johannes Brinkhus, der sonnabends in der MidA-Beratungsstelle im Cloppenburger Forum an der Sevelter Straße ehrenamtlich Werksvertragsarbeiter berät. Als sie noch bezahlt worden seien, hätten die Arbeiter einen so genannten Leistungslohn von 55 Euro pro Tonne bewegten Fleisches bekommen – das entspräche einem Stundenlohn von nicht einmal drei Euro. Am Montag seien die Männer dann schließlich nicht mehr zur Arbeit gegangen.

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Die Unterkunft auf dem Gelände – so Kreis-Pressesprecher Frank Beumker am Montag auf Anfrage der NWZ  – sei im Februar bei einem Kontrollbesuch in Ordnung gewesen. Die Landkreis-Kon­trolleure hätten in dem älteren Wohnhaus seinerzeit nur vier Spanier angetroffen.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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