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Energie: Windpark: Anlieger beklagen Informationsmangel

07.10.2014

Harkebrügge Auf reges Interesse ist am Sonntag eine Anliegerversammlung gestoßen, zu der die Bürgerinitiative (BI) Kammersand/Harkebrügge Bewohner von Kammersand und den umliegenden Straßen eingeladen hatte. Rund 40 Teilnehmer nahmen am Informationsaustausch teil.

Die Gemeinde Barßel habe „keine Not, also keine Verpflichtung, eine weitere Fläche für Windnutzung auszuweisen“, sagte Waltraut Frerichs als eine der BI-Sprecherinnen. Denn mit dem Windpark „Reekenmoor“ habe die Gemeinde „ihre Soll-Ausweisung schon längst erfüllt“.

Erstaunt zeigten sich die Anwohner über das Protokoll vom Ausschuss für Wirtschaft, Planung und Umwelt der Gemeinde Barßel, der im August 2013 über erste Eingaben und Abwägungsvorschlage hinsichtlich einer weiteren Flächenausweisung für Windenergieanlagen beraten hatte.

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„Bei uns war keiner“

In dem Protokoll heißt es, dass es Ratsmitglied Ewald Schneider (CDU) wichtig sei, „dass das Ganze ein Bürgerwindpark wird“. Und auch Bauamtsleiter Hans Schulte hatte laut Protokoll erklärt, dass Gespräche mit der Anliegergemeinschaft und den Eigentümern in dieser Richtung positiv geführt worden seien, und ein gutes Ergebnis habe festgehalten werden können. „Bei uns war keiner“, hieß es dazu allerdings von mehreren Seiten am Sonntag auf der Versammlung.

Auch gesundheitliche Aspekte waren Thema der Anliegerversammlung. Der von einem möglichen Windpark ausgehende, über mehrere Kilometer hörbare Schall mache vor den Toren Harkebrügges nicht Halt, sondern wirke sich ebenso wie der gesundheitsgefährdende Infraschall bis weit über den Ort aus, erläuterte Annegret Meyer von der Bürgerinitiative den Anwesenden. Schule und Kindergarten würden aber innerhalb eines Radius’ von zwei Kilometern zu den Windkrafträdern liegen.

Studie abwarten

In vielen Ländern müsse aus gesundheitlichen Gründen mindestens 4000 bis 10 000 Meter Abstand zwischen Windpark und Wohnbebauung eingehalten werden, so Meyer. Auch die Bundesregierung habe im Sommer dieses Jahres eine Studie zu Infraschall-Auswirkungen in Auftrag gegeben. Mit den Planungen weiterer Windparks solle man warten, bis die Ergebnisse der Studie da sind, wurde auf der Versammlung gefordert.

Die Anlieger kritisierten zudem das Vorgehen der Gemeinde, „dass bereits konkrete Konzeptplanungen nichtöffentlich vorgestellt wurden“, bevor sie überhaupt über einen eventuell am Kammersand entstehenden Windpark informiert worden seien.

Auch die übrigen Bewohner Harkebrügges sollten bei der nächsten Anliegerversammlung der BI eingeladen werden, schlug einer der Direktanlieger vor. Der Informationsbedarf sei auch „in der Dorfgemeinschaft sehr hoch“.

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