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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Windpark: Sturm „Sebastian“ setzt Bösel unter Strom

27.09.2017

Bösel Sturmtief „Sebastian“ fegte am 13. September mit Böen bis zu 120 Stundenkilometern über den Nordwesten. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt, die Feuerwehren im Landkreis Cloppenburg waren im Dauereinsatz. Zeitweise gab es eine extrem hohe Windstromproduktion in Nord- und Ostdeutschland.

In der Zeit zwischen 11 und 12 Uhr speisten die Windparks vor allem in Nord- und Ostdeutschland sowie in der Nordsee insgesamt mehr als 37 800 Megawattstunden Strom in die Netze ein. Einige Windparks in Deutschland mussten heruntergeregelt werden. Richtig Windlast lag an diesem Tag auch auf den Windrädern im Böseler Kündelmoor.

Wie hat sich das Orkantief in Bösel ausgewirkt?

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Auch im Böseler Windpark drehten sich die „Flügel“ der Windräder an diesem Tag deutlich schneller als an normalen Tagen. „Unser Windpark Kündelmoor hat an diesem Mittwoch 280 Prozent seines rechnerischen Tagesziels erreicht“, teilte Tanja Schur, Pressesprecherin von IFE Eriksen in Oldenburg, auf Nachfrage der NWZ mit. Statt der erwarteten Strommenge von 290 000 Kilowattstunden (kWh) flossen an diesem Tag ganze 820 000 kWh in das Stromnetz der EWE.

Was geschieht mit dem Strom?

Die Überproduktion an diesem Tag sorgte dafür, dass der Preis deutlich einbrach – von 30 Euro auf elf Euro pro Megawattstunde. Das deutsche Stromnetz konnte die Menge nicht aufnehmen. Strom wurde daher in Nachbarländer wie Dänemark, Österreich oder die Schweiz exportiert. Die Schwankungen belasten die Netze stark. Deshalb fordern die Netzbetreiber einen schnellen Ausbau der Stromnetze.

Mussten Windräder abgeschaltet werden?

Im sogenannten Einspeisemanagement können Windräder bei Extrem-Wetterlagen abgeschaltet werden, wenn einzelne Abschnitte eines Verteil- oder Übertragungsnetzes überlastet sind und sogar die Versorgungssicherheit bedroht ist.

Von Abschaltungen wegen Netzengpässen waren aber weder der Windpark in Bösel noch andere Windparks, die IFE Eriksen in der Region betreibt, betroffen. „Das bedeutet, sie haben den ganzen Tag umweltfreundlichen Strom produziert, der auch eingespeist wurde“, sagte Tanja Schur.

Gibt es Sicherheitsvorkehrungen in den Anlagen?

Ab einer Windstärke von rund 90 Stundenkilometern sorgen Schutzmechanismen in den Anlagen dafür, dass sich die Rotorblätter automatisch etwas aus dem Wind drehen, erklärte die IFE Eriksen. Dadurch bieten sie weniger Angriffsfläche und können trotzdem einspeisen, weil weiterhin Strom produziert wird.

Die insgesamt 15 Enercon-Anlagen, die auch in Bösel stehen, verfügen über diese spezielle Sturmregelung. Die stellt einen abgeregelten Anlagenbetrieb bei sehr hohen Windgeschwindigkeiten ohne übliche Haltevorgänge sicher. Diese Sturmregelung hat laut IFE Eriksen auch positiven Einfluss auf die Netzstabilität: Die Einspeisung wird nämlich allmählich reduziert und nicht abrupt eingestellt.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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