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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

„Wir müssen noch lauter schreien“

23.05.2019
Betrifft: Pflegekräfte machen ihrem Unmut Luft, NWZ vom 22. Mai.

Seit Anfang der 80er versucht die Pflege, ihre Profession auf Augenhöhe mit anderen Akteuren des Gesundheits- und Sozialwesens zu etablieren! Der Start war nicht glücklich, aber ausbaufähig. Über eine Berufskammer regeln die Angehörigen ihrer Profession alle wesentlichen Belange des Berufes selbst.

Bereits 1903 hat Agnes Karll auf der Gründungsversammlung der Berufsorganisation der Krankenpflegerinnen Deutschland das Selbstverständnis der pflegerischen Profession definiert und jede Form von Fremdbestimmung abgelehnt.

Die Diskussion über die Schaffung von Pflegekammer wurde seitdem mit unterschiedlicher Intensität geführt. In anderen europäischen Ländern hingegen sind vergleichbare Interessenvertretungen längst praktizierter bewährter Standard. Z.B. England, Irland, Italien, Spanien, Portugal, Polen sowie Finnland. In Bremen sind alle Arbeitnehmer automatisch in der Arbeitnehmerkammer angemeldet und es wird jeden Monat automatisch Geld vom Gehalt abgezogen, da beschwert sich keiner. In Bremen macht sich die Pflege stark für eine eigene Kammer, um aus diesem System auszusteigen.

Bevor sich die Pflege in Niedersachsen und die Politik aufregen, sollte man erst die Hausaufgaben machen. Schön wenn sich Politiker einsetzen ohne Hintergrundwissen, Herr Meyer sollte mal bei unseren Nachbarn schauen, was die im System Pflegekammer im Programm haben. Ich kann nur sagen, mein Ziel war immer ein menschlicheres Gesundheitssystem – dort bin ich noch nicht angekommen.

Von der Bürokratie wird die Pflege in unserem Gesundheitssystem an den Rand gedrängt. Wir, die Pflegenden, sind die stillen Helden und müssen anfangen, noch lauter zu schreien, um von der Politik gehört zu werden. Die Pflege in Deutschland ist ein Trümmerland geworden. Unterversorgte Patienten in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen und in der ambulanten Versorgung. Es macht mich wütend auf dieses System und vor allem auf uns alle, die das mit offenen Augen sehen und trotzdem nichts tun, so ist Politik.

Diana Hömmen
Löningen-Benstrup

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