• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
B212 nach Unfall gesperrt
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 1 Minute.

Verkehrsbehinderungen Bei Brake
B212 nach Unfall gesperrt

NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Zucker-Fallen besser ausweichen

13.08.2015

Cloppenburg Nun ist es raus: Neben den guten Nachrichten – das Gewicht von 53 Kilogramm bei 1,64 Metern ist ok, kein Diabetes, kein Bluthochdruck – gibt es auch schlechte: „Ihre Cholesterinwerte sind in unserer Messung erhöht gewesen“, lese ich im Schreiben der St.-Josefs-Klinik Cloppenburg.

Vor mir liegt die Auswertung meiner ersten Untersuchung als Teilnehmerin der ELITE-Studie. ELITE, das steht für „Ernährung, Lebensstil und Medizinische Intervention zur Verhinderung von Schlaganfall-Demenz-Herzinfarkt“, eine Studie am Cloppenburger Krankenhaus.

Im Februar fiel der Startschuss, Anfang Juli meldete ich mich als Probandin an, um die Forscher zu unterstützen, mehr über die Zusammenhänge von Lebensstil und Volkskrankheiten zu erfahrnen. Mittlerweile sind bereits 1500 Menschen aus dem Oldenburger Münsterland als Probanden registriert. Insgesamt 5000 sollen es werden.

Doch mir geht es nicht nur um die Forschung, ich möchte herausfinden, wie ich länger gesund bleiben kann. Der medizinische Aspekt soll dabei einer von vielen sein. Ernährung, Sport, Stressbewältigung – all das soll in den kommenden fünf Jahren verstärkt recherchiert, auf Alltagstauglichkeit getestet und in der NWZ  veröffentlicht werden.

Nun habe ich also erhöhte Cholesterinwerte. „Vor allem fettreiche Lebensmittel wie Butter, Wurst oder auch Sahne sind reich an Cholesterin“, sagt Ernährungsberaterin Dr. Nadine Berling-Aumann, die eine Praxis an der Sperling-straße in Cloppenburg führt. Die Diplom-Ökotrophologin klärt mich auf, dass Cholesterin in zwei Bereiche aufgeteilt wird, das HDL – „Ich übersetze es gern mit ‚Hab Dich Lieb‘“, sagt sie – und das LDL-Cholesterin, „man könnte sagen ’Lass Das Lieber’“.

Letzteres, so lese ich nach, erhöht das Risiko für Gefäßerkrankungen und Herzinfarkt. Die Blutgefäße werden durch Ablagerungen enger, das Blut kann nicht mehr optimal fließen. Das „gute“ Cholesterin schützt derweil vor Gefäßschäden. Ist die Konzentration aber zu gering, besteht die Gefahr von Gefäßverkalkungen.

Eine Woche lang führe ich ein Ernährungstagebuch, notiere, wie oft ich was wann esse. Meine eigene Aufstellung irritiert mich – das alles klingt nach recht viel, und vor allem nicht gesund, von zwei Möhrchen am Tag oder einem Glas Orangensaft mal abgesehen.

Die Auswertung zeigt: 2367 Kalorien nehme im Durchschnitt pro Tag zu mir, etwa 1800, so habe ich im Hinterkopf, wären normal. „Allerdings“, so warnt mich die Ernährungsberaterin vor einer falschen Schlussfolgerung, gilt „normal“ meist nicht. Jeder Mensch habe einen eigenen Grundumsatz an Kalorien. Angesichts meiner Kalorienzufuhr, der Tatsache, dass ich bis auf Hundespaziergänge nur wenig Sport mache und mein Gewicht im Normalbereich liegt, sei mein Grundumsatz hoch. Kritisch bewertet sie hingegen meinen Zucker-Verzehr. 108 Gramm pro Tag – das ist zu viel.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, höchstens zehn Prozent der täglichen Kalorien in Form von Zucker aufzunehmen. Das entspricht etwa sechs Teelöffeln. Zum Vergleicht: Allein in einer Dose Limonade sind durchschnittlich zehn Teelöffel Zucker enthalten. Mit meinen 108 Gramm liege ich statistisch sogar um acht Gramm über dem deutschen Durchschnitt. Je mehr Zucker im Blut ist, desto mehr Insulin wird produziert. Zucker schadet den Zähnen, kann zu Übergewicht führen, Krankheiten begünstigen.

Um mein gutes Cholesterin zu erhöhen, muss ich nun ausgewogener essen, mehr pflanzliche anstelle von tierischen Fetten. Sprich: viel Obst, Gemüse, Fisch und Rapsöl. Meinen Zucker-Konsum will ich reduzieren.

Anuschka Kramer
Redakteurin
Redaktion Westerstede
Tel:
04488 9988 2602

Weitere Nachrichten:

Krankenhaus | Cloppenburger Krankenhaus | WHO

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.