Damme - Energiesparen ist nicht schwer, jeder kann etwas tun. Mit dieser Botschaft gehen jetzt zwei Mitarbeiter des Bauhofs Damme zu den Menschen, die als Flüchtlinge in die Stadt gekommen sind.

„Wir haben festgestellt, dass die Energieverbrauchswerte bei den Flüchtlingen häufig um ein Vielfaches höher liegen, als im Durchschnitt in Deutschland“, sagt Roman Fehler, Klimaschutzmanager bei der Stadtverwaltung. Deshalb hat er Ronald Kunert, einen Experten der Verbraucherzentrale, eingeladen, um zwei Mitarbeiter als Energielotsen zu schulen.

Kunert zeigte Ulrich Brinkhoff und Samir Al Koud, wie man den Energieverbrauch von Elektrogeräten ermitteln und was man tun kann, um den Verbrauch zu senken. Auch zum richtigen Heizen und Lüften bekamen die beiden Informationen, die sie nun an die Flüchtlinge weitergeben. Außerdem wird in den Eingangsbereich der Flüchtlingsunterkünfte ein laminiertes Plakat gehängt, das in arabischer Sprache zum Thema Energiesparen informiert und auffordert.

„Mittelfristiges Ziel ist, dass wir mit Sozialarbeitern und dem Bauhof gemeinsam den geflüchteten Menschen das Thema Energiesparen nahebringen“, sagt hierzu Roman Fehler. Bei etwa 300 Flüchtlingen, die derzeit in Damme auf 50 Wohnungen verteilt leben, sehe er ein erhebliches Einsparpotenzial, so der Klimaschutzmanager. Und so gehen Ulrich Brinkhoff und Samir Al Koud mit Plakaten in arabischer Sprache und Messgeräten, die den Verbrauch elektrischer Geräte anzeigen, im kommenden Jahr in die Flüchtlingsunterkünfte und beraten zum Thema Energie sparen.