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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Damme

Wander-Tafel in Damme feierlich übergeben

14.01.2020

Damme Wenige Stunden vor der ersten Galasitzung der Dammer Carnevalsgesellschaft erlebten die mehr als 150 geladenen Gästen im Gymnasium bereits einen ersten Vorgeschmack des Dammer Narrentums. In der festlich geschmückten Pausenhalle richtete die Stadt Damme die Auftaktveranstaltung des Plattdeutschen Jahres aus.

Damme folgt auf die Gemeinde Barßel, welche im vorigen Jahr das Plattdeutsche Jahr des Heimatbundes im Oldenburger Münsterland ausrichtete. Am Ende eines karnevalistisch und vom Dammer Brauchtum geprägten Vormittags übergab Barßels Bürgermeister Nils Anhuth (parteilos) die Wander-Tafel an seinen Amtskollegen Gerd Muhle (CDU).

Mit zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen soll die plattdeutsche Sprache in den nächsten Wochen und Monaten verstärkt in den Alltag eingebunden werden. Bürgermeister Muhle lud dazu ein, so viele Veranstaltungen wie möglich zu besuchen. Zugleich forderte er, dass weiter Plattdeutsch miteinander gesprochen werden solle. „Denn wenn wir das nicht machen, macht das demnächst keiner mehr“, appellierte Muhle.

„Plattdeutsch ist für mich die digitale Umsetzung des analogen Empfangs“, sagte der Präsident des Heimatbundes Oldenburger Münsterland, Stefan Schute. Der Heimatbund hatte im Jahr 2015 die Veranstaltung übernommen. „Die plattdeutsche Sprache ermöglicht eine Kommunikation, welche Hochdeutsch nie erreichen kann“, so Schute. Mit ihr würden auch Zwischentöne und die Gefühle des Gegenübers spürbar werden.

In die gleiche Kerbe schlug auch der Pfarrer der katholischen St.-Viktor-Pfarrgemeinde in Damme. „Mit Plattdeutsch ist man dichter an den Leuten dran“, meinte Heiner Zumdohme. Es sei einfach, direkt, leicht verständlich und zugleich friedfertig. Auch Fremdwörter und Anglizismen fände man in ihr nur selten. Gleichzeitig betonte er jedoch auch, dass jede Sprache von fremden Einflüssen leben würde. Daher halte er etwa auch nichts davon, die deutsche Sprache in das Grundgesetz zu verankern. Denjenigen, die das fordern, würde es nur darum gehen, andere Menschen, die kein Deutsch sprechen, auszugrenzen.

Zudem rief er dazu auf, mehr Plattdeutsch zu sprechen und nicht gleich Kritik zu üben, wenn einmal ein Wort falsch ausgesprochen würde. Nur so könne die plattdeutsche Sprache erhalten bleiben. „Plattdeutsch hält die Gesellschaft zusammen. Wer es spricht, ist nie allein“, ist Zumdohme überzeugt.

Neben den Grußworten standen auch zahlreiche weitere Programmpunkte auf der Tagesordnung. Ihren Auftritt hatte auch das kongeniale Duo „Muck und Trina“, das bei keiner Galasitzung in der Bütt fehlen darf. Zudem las Magdalena Meyer auf Plattdeutsch die „Sage vom Mordkuhlenberg“ vor. Weitere Auftritte hatten eine Plattdeutsch-Arbeitsgemeinschaft (AG) der Grundschule Osterfeine und die Theaterfreunde Osterfeine, die einen plattdeutschen Sketch aufführten.

Am Ende der Auftaktveranstaltung übergab schließlich Barßels Bürgermeister Nils Anhuth „schweren Herzens“ die Wander-Tafel an seinen Dammer Amtskollegen Gerd Muhle. Als einzige Person verwendete der Barßeler die hochdeutsche Minderheitensprache. Anhuth hoffe jedoch, dass seine Tochter, die an der Schule in einer AG Plattdeutsch lerne, ihm demnächst beim Erlernen der Sprache helfen könne.

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