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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Damme

Sprachkenntnisse erleichtern Integration

04.03.2010

DAMME „Für Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund besteht großer Bedarf an Unterstützung und Beratung.“ Das weiß Sozialpädagogin Angelika Möller vom Caritas-Sozialwerk (CSW), das im Kreis Vechta den Jugendmigrationsdienst (JMD) stellt. Ihren Sitz hat die Einrichtung, die sich mit der Altersgruppe zwölf bis 27 Jahre beschäftigt, in Damme, Donaustraße 5. Dort hat der JMD seinen Jahresbericht 2009 vorgelegt.

An die Hand nehmen

Danach war die intensive Begleitung von Integrationskurs-Teilnehmern ein Arbeitsschwerpunkt. Ein weiterer Fokus lag auf mit der Kreisvolkshochschule (KVHS) Vechta angebotenen Sprachkursen. So gab es in Holdorf, Goldenstedt und Dinklage wohnortnahe Kurse für Frauen. Dabei wurden nicht nur Grundlagen der deutschen Sprache sondern auch das Bewusstsein der eigenen Kultur sowie Kenntnisse über das Leben in der neuen Heimat vermittelt. So erhielten 36 Teilnehmerinnen Informationen über Kindergärten und Schulen, Behörden, Ernährung und das Gesundheitswesen. Weitere Sprachförderung gab es in der Lohner Jugendwerkstatt sowie kreisweit an einigen Schulen. „Unser Ziel für 2010 ist, Sprachklassen einzurichten“, so Möller.

Der Anteil von Hauptschülern mit Migrationshintergrund erreicht im Durchschnitt 60, bisweilen 70 Prozent. Doch nur etwa 14 Prozent der Menschen im Kreis Vechta sind Spätaussiedler und 6,7 Prozent Ausländer. „Diese Jugendlichen sprechen zwar oft gut Deutsch, doch leider haben sie ungenügende Perspektiven, eine Lehrstelle zu finden. Das begünstigt bisweilen eine hohe Frustration,“ heißt es im Jahresbericht. Ein Abrutschen in Kriminalität oder Suchterkrankungen kann folgen.

Direkte Ansprache

An diesem Punkt setzt Präventionsarbeit ein. So konnte der JMD 2009 Kontakt zu 109 jungen Frauen und Männern aufnehmen. Neu zugezogene Migranten werden direkt aufgesucht. Dann geht es vorrangig um die Vermittlung von Sprachförderung. Für länger im Kreis Vechta lebenden Angehörige dieser Gruppe gibt es von örtlichen Jugendpflegern entwickelte Netzwerke, etwa Jugendtreffs oder Müttercafes.

Zudem erfuhr die Elternarbeit 2009 eine Intensivierung, etwa was Informationen über das deutsche Schul- und Ausbildungssystem angeht. Überdies wurden 2009 ehrenamtliche Soziallotsen geworben und ausgebildet.

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