Delmenhorst - Bittere Erkenntnis für 55 der 370 Mitarbeiter der insolventen Armstrong DLW GmbH in Delmenhorst. Sie erhalten ihre Kündigung. Das wurde während einer Betriebsversammlung am Dienstag bekanntgegeben. Die Betroffenen kommen aus den Bereichen Fertigung und Verwaltung. Im Stammsitz Bietigheim müssen 45 von 460 Mitarbeitern gehen. Die Gekündigten sollen in eine Transfergesellschaft wechseln.

Dieser personelle Aderlass ist nach Auskunft von Insolvenzverwalter Martin Mucha aus Stuttgart notwendig, um die Sanierung des Unternehmens zu sichern. Nachdem im Dezember 2014 der Insolvenzantrag gestellt worden war, wurde das Verfahren im März 2015 eröffnet.

Die Entwicklung im ersten Quartal ließ hoffen und in der Belegschaft keimte Hoffnung auf, dass die bereits vorgenommene Kündigung von 50 Leiharbeitern in Bietigheim die einzige personelle Konsequenz bliebe.

„Wir stehen in guten Gesprächen mit einem neuen Investor, der jedoch einen weiteren Personalabbau fordert“, erklärte Martin Mucha am Mittwoch auf Nachfrage. Die DLW waren 1998 vom US-Konzern Armstrong übernommen worden, der bald darauf selbst in finanzielle Schieflage geriet. Künftig, so Mucha, müsse das Unternehmen wieder auf gesunden eigenen Beinen stehen.