Delmenhorst - „Ich sehe den Termin ernsthaft in Gefahr“, sagte Projektleiterin Petra Hintz am Mittwoch bei der öffentlichen Besichtigung der Baustelle in der Fußgängerzone. Gemeinsam mit dem Fachdienstleiter Straßen- und Brückenbau, Harald Ruge, erläuterte sie den ersten Bauabschnitt. Bürger zeigten kein Interesse an der Führung. Neben Pressvertretern nahmen lediglich Oberbürgermeister Patrick de La Lanne und seine Ehefrau Irene teil.

Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten eigentlich abgeschlossen sein. Der Termin müsse laut Hintz vermutlich nach hinten verschoben werden. Mit einem neuen Plan wollen die Verantwortlichen aber bis Ende Juli warten. „Dann können wir die Lage besser abschätzen“, so Hintz. Damit sich die Fertigstellung nicht zu sehr verzögert, wurde die Verlegung von Leitungen in der Parkstraße bereits vorgezogen.

Die Fußgängerzone wird in drei Abschnitten saniert. Der erste Bauabschnitt umfasst die Bereiche der Langen Straße von H & M bis zum Haus Hohenböken und von C  &  A bis zum City-Point, die Kirchstraße von der Langen Straße bis zur Bebelstraße sowie die Bahnhofstraße bis zum Kirchplatz.

Einen Meter tief wird dort aktuell gegraben. Unter dem Pflaster liege eine 40 Zentimeter hohe Schicht Sand, darunter sei der Boden moorig, erklärte Hintz. Deshalb sei der Boden in der gesamten Fußgängerzone auch so uneben. Das soll sich nun ändern. Zudem werden zahlreiche alte Leitungen entsorgt und neue verlegt. Besonders aufwendig sei die Versetzung des Stadtbrunnens in der Langen Straße/Ecke Bahnhofstraße, der zentral auf den Kreuzungspunkt der beiden Straßen gesetzt werden soll.