Delmenhorst - Mehr als 100 Demonstranten versammelten sich am Donnerstagabend vor der Markthalle in Delmenhorst. Hintergrund der Proteste war eine Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD), die einen öffentlichen Bürgerdialog abhielt.
Die Demonstranten unter anderem aus Reihen der Jugendgruppe Linkspartei „Solid“, der FDP, der Grünen, der Jungsozialisten (Jusos) und der Satire-Partei Die Partei in Delmenhorst schwenkten Fahnen und riefen trotz des Regens gegen den Antifaschismus auf.
FDP-Fraktionsvorsitzender Murat Kalmis sprach von „über 1oo Personen“, die laut und deutlich Farbe bekannten. „Delmenhorst ist eine bunte Stadt, in der Rechtsextremismus und Faschismus keinen Platz haben.“
Laut Polizei war es eine „Gegenveranstaltung ohne besondere Vorkommnisse“, auch die Aktion der AfD konnte ohne Störungen stattfinden. Im Vorhinein waren Beamte der Bereitschaftspolizei der Zentralen Polizeidirektion Oldenburg und Hundeführer zur Markthalle zur Verstärkung gerufen worden.
Eingeladen hatte die AfD zu einem „Bürgerdialog der Ländergruppe Nord“ zu 19 Uhr. Anwesend waren drei Bundestagsabgeordnete der Partei –Jörn König, Kay Gottschalk und Frank Magnitz –, die mit Bürgern in Kontakt treten wollten.
Nach Ende der Veranstaltung gegen 21.30 Uhr gab es keine Unruhen und die Demonstration wurde beendet, heißt es von der Delmenhorster Polizei.
