Delmenhorst - Besuch von einem Prinzen bekam am Mittwoch Pastor Thomas Meyer in der Stadtkirche: Henri Schmidt, Bariton in der a-cappella-Gruppe Die Prinzen, war da. Gemeinsam mit Matthias Dietrich, der das Leipziger Quintett an Gitarre und Bass unterstützt, überprüfte der 47-Jährige die räumlich-akustischen Gegebenheiten in der Kirche. Denn: es wird ein Konzert geben. Am 25. September 2015 werden die Prinzen in der Stadtkirche auftreten und für ein gefülltes Gotteshaus sorgen. Die Konzertkarten werden 45 Euro kosten. An der Akustik der Stadtkirche hatte der Prinz nichts auszusetzen. Die Holzdecke sorgt für einen trockenen Klang ohne Hall, so dass man „Gabi und Klaus“, „Alles nur geklaut“ und „Millionär“ richtig genießen kann.
„Wir haben 2010 angefangen, in Kirchen zu spielen“, berichtete Schmidt am Mittwoch. Eine Kirchengemeinde aus Osterwieck im Harz habe sie damals eingeladen, und die Prinzen hätten sich gedacht, warum eigentlich nicht. „Danach hatten wir ganz viele Anfragen von Kirchengemeinden. Das war der Beginn unserer Kirchenkonzert-Touren“, erzählt der Prinzen-Bariton. Die Kirchenkonzert-Touren würden sie in ein- bis zweijährigen Abstand auch unternehmen, um ihren vielen, vielen Fans abseits der großen Städte dafür zu danken, dass sie ihnen ein Vierteljahrhundert die Treue gehalten haben.
Pastor Meyer ist hochzufrieden, dass sich die Prinzen für einen Auftritt in Delmenhorst entschieden haben. „Ich bin vor dem Computer hin- und hergesprungen, als das klar war“, sagte er. Schmidt betont, dass sich die Gruppe stets bemühe, Auftritte in Orten zu buchen, in denen sie im Lauf ihrer langen Chorgeschichte noch nie waren.
1987 als „Die Herzbuben“ gegründet, benannte sich das a-cappella-Quintett 1991 in „Die Prinzen“ um. Henri Schmidt ist seit 1989 dabei.
