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Kaninchen: Als süßes Ostergeschenk ungeeignet

11.04.2017

Delmenhorst Sie gehören zu Ostern wie der Weihnachtsmann zu Heiligabend: Osterhasen. Den echten Hasen gibt es allerdings nur in freier Wildbahn. Unzähmbar ist er noch dazu. In viele Haushalte haben es daher seine Verwandten die Kaninchen geschafft. Sie haben zu Ostern aus mehreren Gründen Konjunktur. Das weiß Rolf Frerichs, Vorsitzender des Landesverbandes der Rassekaninchen Weser-Ems, genau. Um die Osternzeit freut sich der Züchter über besonders viele Jungtiere. Vor zwei Wochen kamen die possierlichen Mini-Kaninchen zur Welt. Im Moment passen die kleinen Zwergwidder noch auf eine Hand. „Dieses Jahr habe ich viele Jungtiere“, sagt der Züchter stolz. Im größten Wurf gab es sechs Kaninchen, im kleinsten nur eins. Im Fachjargon heißt die Farbe seiner Zwergwidder „perlfehfarbig“. Kein anderes Tier könnte wohl Ostern, bei dem es um neues Leben geht und das im Frühling gefeiert wird, so gut verkörpern, wie Kaninchen. Wird es draußen langsam wärmer und fangen die ersten Blumen an zu blühen, sieht man die ersten von Ihnen schon über die Felder hoppeln. Kaninchen sind außerdem besonders fruchtbar. Weibchen haben zwei Gebärmütter und können so bis zu zwei Würfe austragen.

Sei 40 Jahren züchtet der Delmenhorster Kaninchen. Etliche Pokale und Medaillen für die ausgezeichneten Tiere finden sich auf den Regalen in seinem Haus. Seine Tiere hängen ihm sehr am Herzen. Daher warnt er auch davor Kaninchen zu Ostern leichtfertig zu verschenken. „Da habe ich ehrlich gesagt ein Problem mit. Man steckt als Züchter ja so viel Herzblut in die Aufzucht der Tiere. Den Tieren soll es auch weiterhin gut gehen, daher schaue ich mir die Leute genau an“, erklärt Frerichs. Mit seiner Skepsis hat der Kaninchenliebhaber auch nicht ganz unrecht. Kaninchen landen am dritthäufigsten von allen Haustieren im Tierheim.

Für Frerichs ist die Kaninchenzucht ein großes Hobby. Um Geldverdienen geht es ihm dabei nicht. Seine Zwergwidder präsentiert er wie andere Kaninchenzüchter auch auf Rasseschauen. Fotogen müssen die Tiere für Frerichs schon sein. „Das Posen sollten die Kaninchen früh lernen. Das müssen sie später bei den Ausstellungen ja auch können!“, lacht er. Bis dahin haben die kleinen Jungtiere noch ein wenig Zeit zum üben.

Tatiana Gropius Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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