Delmenhorst - Fußballvereine, Teams der Polizei, der Stadtverwaltung, von Moscheen, Betriebssportgruppen und Flüchtlingsgruppen: Unterschiedlicher könnten die Hobby-Kicker beim Ersten Welcome-Cup am Freitag, 18. März, um 17 Uhr in der Sporthalle am Stadion, Düsternortstraße 55, in Delmenhorst gar nicht sein – und doch verbindet sie eines: der Fußball.
„Das war eines der ersten Dinge, die ich im Wohnheim an der Weverstraße gehört habe“, erinnert sich Martin Dreyer vom Diakonischen Werk Delmenhorst. „Dass die Flüchtlinge gerne Fußball spielen möchten, Jungen und Mädchen.“ Und da Sport ein gutes Mittel sei, Flüchtlinge in bestehende Gesellschaftsstrukturen einzubinden, habe man sich an die städtischen Fußballvereine gewandt.
Auf die Idee eines „Welcome Cups“, der für alle Besucher kostenlos ist, sei man aber letztlich im Zuge des Projekts „Mitternachtshallen“ gekommen, weiß Ruth Steffens, Geschäftsführerin des Kriminalpräventiven Rats (KPR). „Die Nachfrage ist so groß, dass wir uns etwas Neues überlegen mussten.“ Die finanziellen Mittel seien dabei durch die Freimaurer-Loge Delmenhorst zusammengekommen. „Wir unterstützen die Mitternachtshallen schon seit Jahren“, so Harald Hoppe, Freimaurer der Loge „Lessing an der Delme“. Man freue sich nun, mit dieser Unterstützung Anteil an dem neuen Projekt haben zu können. Aber auch prominente Unterstützung gibt es für den Welcome-Cup: Der afghanische Nationalspieler Mustafa Azadzoy, der in Delmenhorst wohnt, ist Turnierbotschafter.
Insgesamt zehn Mannschaften mit jeweils vier Spielern und einem Torwart werden am Start sein und gegeneinander antreten. Das Endspiel ist um 22.22 Uhr angesetzt. Für die ersten drei Sieger gebe es große Pokale, für alle anderen kleine Erinnerungspokale, so Ruth Steffens.
„Für uns ist das nicht nur ein Spiel“, betont auch Mahamad Isaak, Spieler in einer der beiden Flüchtlingsmannschaften. „Es ist die Tür zur Welt, wir werden ein Teil von Delmenhorst und dafür sind wir alle dankbar – das werden wir nie vergessen.“
