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NWZonline.de Region Delmenhorst

Am Image der Stadt kann man arbeiten

03.06.2017

Delmenhorst „Wir brauchen ein positives Image, einen positiven Markenkern“, sagte Hans-Ulrich Salmen beim diesjährigen, zehnten Empfang des Fördervereins der örtlichen Wirtschaft. Gut 160 Gäste aus der Delmenhorster Wirtschaft, der Verwaltung und der Politik begrüßte der Fördervereins-Vorsitzende am Donnerstagabend in der Markthalle. Gespannt waren alle auf den angekündigten Vortrag „Imageanalyse der Stadt Delmenhorst – Analyse und Ausblick für das Standortmarketing“, gehalten von dem Diplom-Geographen Martin Kremming von der Cima-Beratungs- und Management-Gesellschaft aus Lübeck.

Cima war von der Stadt im vergangenen Jahr mit der Entwicklung eines Standortmarketingkonzeptes beauftragt worden. Kremming berichtete in erster Linie von den Ergebnissen umfangreicher Befragungen, die seine Gesellschaft bei Delmenhorstern und Auswärtigen in unterschiedlichen Alters- und Berufsgruppen vorgenommen hat. Es klang wie eine Drohung, als Kremming eingangs sagte „ich werde Ihnen schonungslos sagen, was den Befragten zu Delmenhorst eingefallen ist.“

Die Wahrnehmung nach innen ist bekannt: Delmenhorster reden ihre Stadt gern schlecht, und viele sehen die Zukunft der Stadt negativ. dennoch schätzen über 80 Prozent die hohe Wohnqualität. Ein anderes Bild ergibt sich bei Selbstständigen und Unternehmern: 40 Prozent sehen die Zukunft der Stadt eher positiv. Sie schätzen die gute Verkehrsanbindung, die zentrale Lage und die Überschaubarkeit der Stadt. Auswärtigen fällt zu Delmenhorst vor allem eines ein: die angeblich hohe Kriminalität in der Stadt und die Krankenhaus-Mordserie.

Kremmings Fazit: „Das Imageproblem der Stadt beruht vor allem auf fehlender Positionierung.“ Es mangele an einem klaren und positiven Bild Delmenhorsts. Obwohl zum Beispiel die Familien- und Ausländerfreundlichkeit der Stadt positive Fakten seien, um die man „die Marke gut basteln“ könnte, wie Kremming meinte. Eine verbesserte Außenwirkung der Stadt helfe dabei, Investoren anzulocken. Das würde auch Oberbürgermeister Axel Jahnz freuen, der für mehr Bauland und Gewerbeflächen warb, um Fachkräfte in der Stadt zu halten. Jahnz: „Delmenhorst ist unterwegs, Delmenhorst ist im Umbruch.“

Wolfgang Bednarz
Delmenhorst
Redaktion Delmenhorst
Tel:
04221 9988 3

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