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NWZonline.de Region Delmenhorst

GESCHICHTE: Armine Lahusen serviert Tee im Industriemuseum

03.11.2008

[VORSPANN] Ein langes dunkles Kleid, eine schlichte Perlenkette um den Hals und auf dem Kopf kurze blonde Locken – so servierte Petra Sechting am Sonntagnachmittag ihren Gästen aus England importierten Tee und Plätzchen. Sie war in die Rolle der Armine Lahusen, Frau des Fabrikanten Johann Carl Lahusen, die von 1867 bis 1919 lebte, geschlüpft und spielte die feine Dame mit englischem Akzent, die Freundinnen beim Tee über ihren Alltag berichtet.

Im Rahmen des Mundwerk-Festivals hat die gebürtige Delmenhorsterin diese Rolle einstudiert und nun erstmal im Industriemuseum – umgeben von Möbeln und Bildern der Familien Lahusen – in Szene gesetzt. Das Kostüm hat sie sich extra von der Niederdeutschen Bühne in Delmenhorst ausgeliehen und für die richtige Frisur ist sie zuvor mit einem Foto von Armine zum Friseur gegangen. 82 Zuschauer drängten sich sichtlich gespannt und nicht selten amüsiert in dem kleinen Raum, um Geschichte nicht nur in einer Museumsführung, sondern quasi live zu erleben. 20 Gäste mussten zuvor aus Platzmangel sogar wieder nach Hause geschickt werden.

Armine berichtete, dass sie jeden Morgen mit ihrem Gatten durch den Park spaziere, um die Aufgaben des Tages zu besprechen. Der Briefwechsel mit der Familie in England und Argentinien nehme sie dabei besonders in Anspruch. Aber auch der Haushalt wolle organisiert sein.

Als sie über die Weihnachtsgeschänke für ihre Kinder nachdachte, forderte sie auch das Publikum auf, Ideen zu liefern oder bat um Zuspruch für ihre eigenen. So gelang es Sechting, ihre Zuschauer stets in ihr Programm einzubinden. Diese dankten ihr die gelungene Vorstellung mit ausdauerndem Applaus.

„Ich finde es toll, dass sich so viele für die Geschichte Armine interessieren“, sagte die Schauspielerin, die in den vergangenen drei Jahre bereits eine Arbeiterin aus der Fabrik gespielt hat und jetzt einmal in eine andere Rolle schlüpfen wollte. Dass ihr das mit Bravour gelungen ist, zeigt die Äußerung einer Zuschauerin, die nach der Vorstellung zu ihr kam: „Ich bin richtig in die Zeit von damals eingetaucht.“

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