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NWZonline.de Region Delmenhorst

Brückenbau: Auf Spurensuche in Delmenhorst

07.01.2017

Delmenhorst Mit großer Herzlichkeit haben Vertreter der Stadt Delmenhorst am Freitag Familienangehörige von früher in Delmenhorst lebenden Juden begrüßt. Irene Gold-smith und Barry Abrams begaben sich mit ihren Familienangehörigen aus den USA auf die Reise nach Deutschland, um in Delmenhorst, Bremen und Worpswede auf Spurensuche zu gehen. „Meine Urgroßmutter kam aus Delmenhorst und mein Vater hat hier gelebt, bis er ausgewandert ist“, sagte Abrams.

„Wir wollen zusammen eine bessere Zukunft schaffen. Überall müssen wir vereint sein. Deswegen sind wir hier“, erklärte Goldsmith bei einem Empfang im Rathaus. Dort begrüßte sie auch Oberbürgermeister Axel Jahnz, der einige Präsente und Dokumente aus dem Stadtarchiv für die Familien parat hatte. Ebenfalls dabei waren Pedro Benjamin Becerra, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde in Delmenhorst und Dr. Norbert Boese, Vorsitzender des Freundes- und Förderkreises der jüdischen Gemeinde.

Bei einem anschließenden Besuch in der Synagoge gab es tatsächlich bei der Durchsicht alter Dokumente neue Informationen über die Familiengeschichte. „Ich wusste vorher nicht, dass meine Urgroßmutter nicht jüdisch war. Das habe ich noch nie vorher gehört“, sagte Barry Abrams sichtlich erstaunt. Seine Eltern hätten nie viel aus ihrer Zeit im Nationalsozialismus erzählt.

Anders der Vater von Irene Goldsmith. „Er war wie ein Tornado. Er flog jedes Jahr nach Worpswede, damit nicht vergessen wird, was mit seiner Mutter passiert ist.“ Ihre Urgroßmutter Rosa Abraham blieb im Land, als ihre Familie in den 1930er Jahren in die USA auswanderte. Später wurde sie von den Nationalsozialisten in Treblinka ermordet.

Nach den Nachforschungen in der Synagoge erkundeten die Familien die Innenstadt, wo Boese ihnen unter anderem manche der 37 Stolpersteine vorstellte und das Haus zeigte, in dem Barry Abrams Vater in jungen Jahren mit seinen Eltern lebte. Von dieser Führung zeigten sich alle beeindruckt.

Sascha Sebastian Rühl Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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