Delmenhorst - Nach einer rund zweijährigen Vorbereitungsphase haben Kollegen der Berufsfeuerwehr Delmenhorst am 11. Februar im Haus Adelheide einen Ortsverband des bundesweit tätigen Berufsverbandes Feuerwehr gegründet. Inzwischen hat der neue Ortsverband schon 40 Mitglieder unter den 65 Berufsfeuerwehrleuten gewonnen, also über 60 Prozent.
„Die chronische personelle Unterbesetzung wird eines unserer Themen sein“, sagt 1. Vorsitzender Martin Manneck. Ziel des Ortsverbandes sei es, Probleme vor Ort anzusprechen und gemeinsam mit der Dienststelle Lösungen zu finden. Bundesweit hat der 2007 in Hamburg gegründete Verband 2200 Mitglieder. Da seine eine Menge Kompetenz vorhanden, von der auch die Delmenhorster Berufsfeuerwehrleute bei feuerwehrspezifischen Themen sowie bei der Durchsetzung von Verbesserungsvorschlägen profitieren könnten, so Manneck. Der 30-Jährige, aus Hemmoor (Kreis Cuxhaven) stammende ehemalige Berufssoldat gehört der Berufsfeuerwehr Delmenhorst seit zweieinhalb Jahren an.
Der Berufsverband gibt laut Manneck zum Beispiel auf Bundes- und Landesebene Stellungnahmen bei Gesetzgebungsverfahren ab und vertritt somit die Interessen der Berufsfeuerwehrleute. Weiterhin sei er zurzeit federführend dabei, dass das Thema ,,Feuerkrebs‘‘, eine durch Rauch und Kontamination verursachte Krebserkrankung, bei Feuerwehrleuten als Berufskrankheit anerkannt wird.
Um sich bekannt zu machen, plant der neue Delmenhorster Ortsverband in den kommenden Tagen und Wochen eine Vorstellungsrunde mit Besuchen bei Kommunalpolitikern und bei Vertretern der Stadtverwaltung.
