• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Delmenhorst

Besuch weckt alte Erinnerungen

17.05.2016

Delmenhorst Etwas unbeständig war das Wetter auch am Pfingstmontag. Dennoch trotzten zahlreiche Ausflügler und Besucher der Museumsmühle Hasbergen so manchem Regenschauer, ließen sich durch die Räume des alten Gebäudes führen oder genossen im Außenbereich Kaffee und Kuchen.

Die Wassermühle an der Delme wurde bereits um 1450 erwähnt, im Jahr 1986 wurde der Betrieb eingestellt. 1987 hat die Stadt Delmenhorst die Mühle vom Ochtumverband Harpstedt gepachtet. Seit 1991 befindet sich in dem Gebäude das Museum welches von der Dörfergemeinschaft Hasbergen betrieben wird.

Ausgefeilte Technik

Wozu hat der Mühlstein Rillen? Was klappert in der Mühle und wo steckt eigentlich das Mühlrad? Roland Buschmeyer, Vorsitzender der Dörfergemeinschaft, führte durch die Mühle und beantwortete den Gästen Fragen zum Aufbau, Geschichte oder Technik. Jeder kenne das Lied von der Mühle am rauschenden Bach, meinte Buschmeyer. Doch was klappert, sei nicht das Mühlrad, wie einige Besucher vermuteten. „Wenn das klappert, ist es kaputt“, sagte der Vorsitzende und lachte. Es sei vielmehr der Rüttelschuh. Dieser sorgte dafür, dass das Mahlgut gleichmäßig dem Mahlgang, also den Mühlsteinen, zugeführt wurde. „Die Mühlsteine müssen schön plan laufen, keinesfalls darf Stein auf Stein reiben.“, so Buschmeyer. Die Rillen an der Oberfläche der Steine seien zum Kühlen da. In den Rillen auf dem unteren Stein durfte das Korn kurz verweilen, durch die Rillen im oberen Stein strich Luft hindurch und kühlte. „Bei 120 Umdrehungen pro Minute kommt ganz schön Fahrtwind auf“, erklärte der Vorsitzende.

Kindheitserinnerungen

Renate Ostrowski (74) aus Bremen kam vieles in dem alten Gebäude bekannt vor. „Ursprünglich bin ich auf einem Bauernhof in Brandenburg aufgewachsen, da ging es von der Schule direkt auf den Hof zum Helfen“, so Ostrowski. Sie schwelge in der Mühle in Kindheitserinnerungen, freute sich die 74-Jährige. Ihre Enkelin Hannah (9) hat schon einiges ausprobiert. Ob Sieb, Dezimalwaage oder selbst Mehl gemahlen: „Das macht richtig Spaß!“

Seit 1950 wurde die Mühle mit einer Francis-Turbine angetrieben, dieses hatte 1849 in Amerika James Francis entworfen. Das Mühlenrad in Hasbergen lief waagerecht – unter den Füßen der Besucher. Die Museumsmühle Hasbergen hat immer sonnabends, von 14 Uhr bis 16 Uhr und sonntags von 10 Uhr bis 12 Uhr und 14 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Dann kann auch die Dauerausstellung mit einer umfangreichen Sammlung von Kornwagen und Getreideprobern besichtigt werden.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.