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NWZonline.de Region Delmenhorst

Bizarre Kindesmisshandlung vor Gericht

19.10.2013

Delmenhorst /Oldenburg Mit einer äußerst brutalen Kindesmisshandlung muss sich ab November das Oldenburger Landgericht beschäftigen. Angeklagt ist eine 25-jährige Mutter aus Delmenhorst. Sie soll ihrem zwei Monate alten Säugling 20-mal die Knochen gebrochen haben. Die Frau indes bestreitet die Vorwürfe vehement. Die Staatsanwaltschaft ist aber davon überzeugt, dass nur die Mutter als Täterin in Frage kommt.

Die schweren Verletzungen des Kleinkindes stehen fest und sind dokumentiert. Ärzte und Pflegepersonal trauten ihren Augen nicht. Doch warum sollte eine Mutter ihrem Kind so etwas antun? Mit dieser Frage muss sich das Landgericht nun beschäftigen. Das Gericht wird auch der Frage nachgehen, ob es doch noch andere Täter geben könnte. Die Delmenhorster Verteidigerin Dr. Corina Seiter jedenfalls ist von der Unschuld ihrer Mandantin überzeugt.

Dem Gericht liegen mehrere Gutachten vor. Ein erstes, belastendes Gutachten bescheinigt der 25-Jährigen ein so genanntes Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom. Das besagt, dass physisch gesunde Personen bei anderen Menschen, häufig bei dem eigenen Kind, Krankheiten vortäuschen oder herbeiführen, um anschließend eine Behandlung zu verlangen und das Kind verhätscheln zu können.

Anwältin Seiter hat aber ein privates Gutachten in Auftrag gegeben. Und das besagt, dass die Mutter nicht das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom haben könne. Das Gericht hat für den schwierigen Prozess mehrere Verhandlungstage angesetzt. Auch ein Psychiater nimmt am Verfahren teil. Er soll die komplizierte Materie erklären und zur Schuldfähigkeit der Angeklagten Auskunft geben. Nach Bekanntwerden der unfassbaren Vorfälle war der Mutter das Kind sofort entzogen worden. Es lebt heute in einer Pflegefamilie.

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