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NWZonline.de Region Delmenhorst

Da hört für die Justiz der Spaß auf

15.11.2013

Delmenhorst /Oldenburg Wegen Beleidigung von Polizeibeamten hat das Oldenburger Landgericht einen 24 Jahre alten Mann aus Delmenhorst zu einer Gefängnisstrafe von fünf Monaten verurteilt. Damit bestätigte die Berufungskammer einen früheren Schuldspruch des Delmenhorster Amtsgerichtes. Dort war der Angeklagte in einem ersten Prozess zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Weil aber noch ein anderes Urteil mit berücksichtigt werden musste, erhöhte das Landgericht die Delmenhorster Strafe noch um zwei Monate.

Damit nicht genug: Der 24-Jährige hat noch eine Bewährung offen. Diese drei Monate müssten nach einem Bewährungswiderruf zusätzlich verbüßt werden, so dass der Angeklagte nun wohl für insgesamt acht Monate ins Gefängnis muss. Der 24-Jährige steht der linken Szene nahe. Immer wieder war es nach Veranstaltungen zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Den Feststellungen zufolge hatte der Angeklagte die Beamten dann aufs Übelste beleidigt.

Waren die Beschimpfungen schon schlimm gewesen, toppte der Angeklagte das Ganze, indem er die Polizisten auch bespuckte. Diesbezüglich zeigen sich Staatsanwaltschaft und die Gerichte völlig humorlos. So auch im vorliegenden Fall. Eigentlich wollte der Angeklagte mit seiner Berufung gegen das Delmenhorster Urteil in Oldenburg zumindest noch eine Bewährungsstrafe erreichen.

Er habe einen guten Job und wolle darüber hinaus Schule und Studium nicht gefährden. Doch es nutzte nichts. Die Gerichte konnten dem Angeklagten keine günstige Sozialprognose (Vorbedingung für eine Bewährung) stellen. Job und Studium seien nichts Neues. Das habe der 24-Jährige auch schon zu den Tatzeiten gehabt – und habe trotzdem beleidigt und gespuckt, so die Richter. Nun soll über einen Anwalt Revision gegen das Urteil eingelegt werden.

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