Delmenhorst - Eine Erfolgsgeschichte war und bleibt das Delmenhorster Kartoffelfest. Bei der 27. Auflage am Sonntag war die Veranstaltung erneut ein Besuchermagnet. Über 50 000 Menschen strömten bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen in die Innenstadt. Allerorts hieß es „auf zum Kartoffelfest“ anstatt den Sonntag als „Couchpotato“ („Sofakartoffel“) zu Hause zu verbringen. Das galt auch für Bürgermeisterin Antje Beilemann, die die Veranstaltung eröffnete.
„Wir haben in diesem Jahr das große Los gezogen“, meinte Eyke Swarovsky. Der Kommunikationsmanager der Delmenhorster Wirtschaftsförderung, die das Fest organisiert, war hoch zufrieden. „Die Innenstadt war von Anfang bis Ende proppevoll. Man merkt, dass das Kartoffelfest in Delmenhorst einfach dazugehört und die Massen angezogen werden. Es ist beste Werbung für die Stadt“, sagte Swarovsky.
Das sah auch Rainer Börries so. Der 29-jährige Oldenburger schlenderte durch die gefüllten Gassen und ließ sich einige der kulinarischen Köstlichkeiten schmecken. „Ich war auf Durchreise aus Bremen, habe die Plakate gesehen und spontan Halt gemacht. Da ich keine Lust auf den üblichen Fastfood-Kram hatte, war das eine willkommene Alternative“, sagte Börries. Dabei habe er Delmenhorst von einer ganz anderen Seite kennengelernt.
Es zeigte sich: Das Kartoffelfest zieht auch auswärtige Besucher in die Stadt. Laut Swarovsky sei bei einer Umfrage am Sonntag herausgekommen, dass viele der Gäste aus Bremen, dem Bremer Umland oder Ganderkesee kommen würden. Davon profitiert der Einzelhandel. Durch den verkaufsoffenen Sonntag strömten die zahlreichen Besucher auch in die Geschäfte der Innenstadt.
Durch die Lange Straße, die Bahnhofstraße, den Schweinemarkt sowie den gesamten Bereich um Markt und Rathaus strömten die Besuchermassen. Neben allerlei Essensbuden und Verkäufern von landwirtschaftlichen Produkten waren einige Handwerker und Kunsthandwerker vertreten, denen die Gäste bei ihrer Arbeit über die Schulter schauten. Hautnah konnten dort die alten Techniken der Seilerei oder des Messerschärfens beobachtet werden. Mehrere Bands und Straßenmusikanten untermalten die Szenerie mit ihren musikalischen Darbietungen.
