DELMENHORST - In der City werden 60 neue Papierkörbe aufgestellt. Sie verfügen über Deckel und Aschenbecher.

Von Mechthild Voigt

Eine Nummer für alle Fälle: Unter der Delmenhorster Telefonnummer 1276 4444 können Bürger ab sofort zum Ortstarif ihre Klagen über verschmutzte Ecken in der Stadt bei der neu eingerichteten Leitstelle melden. Rund um die Uhr ist ein Mitarbeiter der Abfallwirtschaft Delmenhorst (ADG) entweder persönlich oder über die Mailbox zu erreichen. „Je nach Art der Verschmutzung schicken wir dann umgehend jemanden zur Beseitigung vorbei“, erklärte am Dienstag ADG-Chef Hans-Ulrich Salmen im Rathaus, wo die neue Einrichtung im Beisein von Oberbürgermeister Patrick de La Lanne, Stadtrat Gerd Linderkamp und Vertretern des Arbeitskreises „Sauberes Delmenhorst“ vorgestellt wurde.

Sie alle betonten, dass die Leitstelle nur ein erster, dafür aber markanter Meilenstein auf dem Weg zu mehr Sauberkeit sein kann. Wichtig sei es, in der Bevölkerung die Aufmerksamkeit gegen Schmutz auf der Straße zu erhöhen. „Der Dreck kommt nicht von allein“, merkte der Oberbürgermeister an und erinnerte daran, dass der Grundsatz: „Jeder kehre vor seiner Tür“ immer noch Geltung habe. Es sei die Pflicht eines jeden Bürgers, seinen Abfall nicht auf die Straße, sondern in den Papierkorb zu werfen.

Das soll den City-Passanten in den kommenden Wochen durch das Aufstellen von 60 neuen Papierkörben erleichtert werden. Sie ersetzen die alten oder abmontierten Behälter und sind mit Deckel und Aschenbecher ausgestattet. „Die sehen optisch besser aus und man kann auch keinen Hausmüll hineinstopfen“, erklärte Salmen.

Für den Arbeitskreis berichtete Henry Grimm von Phasen der „Lustlosigkeit“ bei den Mitgliedern, die immer dann aufträten, wenn ihr Einsatz missachtet wird. Grimm dankte de La Lanne und Salmen für die Einrichtung der Leitstelle und verwies nicht ohne Stolz darauf, dass auch der Arbeitskreis seinen Anteil dazu beigetragen habe.

Laut de La Lanne zeigt der Einsatz eines Streetworkers am Marktplatz, der auch von den Jugendlichen akzeptiert werde, bereits erste Erfolge. Gleichwohl müsse einmal täglich rund um das Rathaus gründlich gereinigt werden. Eine weitere „Problemzone“ sei das Gelände rund um den Bahnhof, das vor allem durch Kippen erheblich verschmutzt werde.

Arbeitskreis-Mitglied Renate Stuckenberg warnte vor dem Einstellen weiterer Bemühungen im Kampf gegen den Dreck. „Bleiben Sie am Ball“, forderte sie die Verwaltungsspitze auf. Einig waren sich die Teilnehmer der Runde, dass Unbelehrbare notfalls „die Härte des Gesetztes“ spüren und mit Bußgeldern nach dem Ordnungswidrigkeitengesetz belegt werden sollten.