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NWZonline.de Region Delmenhorst

Ärger über Josef-Hospital In Delmenhorst: Patient sitzt über fünf Stunden in Notfallambulanz

19.10.2018

Delmenhorst Wenn Herbert Bleckwehl von dem Erlebten am vergangenen Samstagabend im Delmenhorster Krankenhaus Josef-Hospital (JHD) berichtet, ist er immer noch ungehalten. „Über fünf Stunden habe ich in der Notfallambulanz verbracht, von fünf Uhr nachmittags bis kurz vor 23 Uhr.“ Und das wegen einer Schnittverletzung, die sich der 69-jährige Ganderkeseer bei Arbeiten an einem Einachs-Trecker zugezogen hatte.

Erst zwei Stunden nach seiner Ankunft in der Ambulanz sei eine Schwester mit den Worten „Wir wollen uns das mal angucken“ zu ihm gekommen. Drei weitere Stunden später sei er dann endlich versorgt und die Wunde genäht worden. Bleckwehls Urteil fällt harsch aus: „Die sind vollkommen unterbesetzt.“ Während der ganzen Zeit habe er nur einen einzigen Arzt gesehen.

Sind solche Wartezeiten in der JHD-Notfallambulanz die Regel oder die Ausnahme, und mangelt es tatsächlich an Personal? Thomas Vogel, ärztlicher Leiter der Notaufnahme, bezieht Stellung: „An einem normalen Tag betreuen wir im Schnitt 60 Patienten in der Notfallambulanz. Am vergangenen Wochenende hatten wir tatsächlich ungewöhnlich viele Patienten: Wir haben am Samstag 80 Patienten, am Sonntag sogar 95 Patienten behandelt.“ Laut Vogel sind auch genügend Mediziner vor Ort. Zwei Assistenzärzte, ein Internist und ein Unfallchirurg, seien ausschließlich für die Notaufnahme zuständig. Beide würden von jeweils einem Oberarzt in ihrer Fachrichtung unterstützt. Auf Abruf stünden auch ein Abdominalchirurg und ein Urologe bereit.

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„Natürlich ist es unser Anliegen, Menschen, die dringend unsere Hilfe benötigen, umgehend zu versorgen“, so Vogel weiter. Deswegen würden alle Patienten bereits bei der Aufnahme nach der Schwere ihrer Erkrankung eingeteilt. Bei Bagatellverletzungen – dazu rechnet Vogel auch kleinere Schnittwunden – könne es schon vorkommen, dass jemand drei oder vier Stunden warten muss. Das JHD sei aber bestrebt, durch eine Optimierung der Abläufe und Prozesse die Wartezeiten zu verkürzen.

Die langen Wartezeiten resultieren laut Vogel aber auch daraus, dass viele Patienten in der Notfallambulanz schlicht an der falschen Adresse sind. Wer ambulante Hilfe benötige, sei in der Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung in direkter Nachbarschaft besser aufgehoben.

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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