DELMENHORST - DELMENHORST/MV - Die Mitarbeiter der beiden von der Schließung betroffenen Wal-Mart-Märkte am Reinersweg und an der Seestraße werden Ende des Monats mit mehreren Aktionen an die Öffentlichkeit gehen. Das haben die Betriebsräte der zum Metro-Konzern gehörenden Filialen gestern in einem Gespräch mit Gewerkschaftssekretär Heiner Schilling festgelegt.

Betriebsräte aus Delmenhorst werden zudem am Freitag auf der heute in Göttingen beginnenden Gesamtbetriebsratssitzung teilnehmen und die Aktionspläne vorstellen.

In Niedersachsen sind noch weitere sieben Wal-Mart-Märkte von den Schließungsplänen betroffen. „Damit verbunden sind über 700 Arbeitsplätze“, so Schilling.

Ihm persönlich sei unverständlich, dass die Konzernleitung beide Delmenhorster Märkte schließen will. „Wir wollen jetzt positiven Druck auf die Metro ausüben, um einen Fortbestand der Filialen vor Ort zu erreichen“, zeigt Schilling die Ziele von Betriebsrat und Gewerkschaft auf.

In Delmenhorst sind 157 Arbeitsplätze gefährdet. Viele Betroffene, so Schilling, seien nur noch schwer vermittelbar. Im Markt am Reinersweg beispielsweise läge das Durchschnittsalter der Beschäftigten bei 49 Jahren. „Darunter viele Frauen in Teilzeit mit familiären Bindungen an die Stadt“, gibt Schilling zu bedenken.

Er will jetzt auch Oberbürgermeister de La Lanne und die örtlichen Politiker ansprechen und um Unterstützung bitten. Angedacht ist ferner eine gemeinsame Aktion mit den Kollegen aller betroffenen Häuser in Niedersachsen. Sie wollen darüber beraten, ob sie zusammen eine Abordnung zur Metro-Zentrale nach Düsseldorf senden.